VITASOPHIE

Wiederholte Erdenleben


Eine oft gestellte Frage ist diese: "Gibt es ein Leben nach dem Tode?" -

Oder, wenn jemand schon etwas weiter denkt: "Gab es sogar schon ein Leben vor diesem Leben?"

Des Menschen eigentliches Wesen, sein Innerstes, ist göttlichen Ursprungs. Das Göttliche, die Gottheit, kennt keinen Anfang und kein Ende. Der Mensch ist Gottes Ebenbild, sagt die Bibel. Die oben gestellte Frage erübrigt sich also von selbst, wenn des Mensch innerstes Wesen das Göttliche ist, gibt es auch für den Menschen keinen Anfang und kein Ende. Logisch.


Was macht den Menschen zum Menschen?

Das Wesen Gottes ist die Liebe. Somit ist auch das innerste Wesen des Menschen Liebe. Liebe zu beschreiben, fällt uns meistens - noch - sehr schwer. Weil sie so vielfältige Aspekte hat, zudem wird sie von uns menschlichen Individuen auch sehr unterschiedlich gelebt. Weil jeder Mensch eben auch anders ist. Wir Menschen sind alle gleichwertig, gleichberechtigt, aber jeder ist anders. Niemand ist besser oder schlechter als andere Menschen, aber eben anders. In diesem Anderssein unterscheiden wir uns voneinander. Dieses Anderssein müssen wir auch akzeptieren, tolerieren, und uns vor Beurteilungen und Verurteilungen hüten.

Jeder Mensch ist das Ergebnis seiner zahlreichen, vorangegangenen Erdenleben, lebt die Altlasten der Vergangenheit im jetzigen Erdenleben aus und bereitet dabei seine Zukunft, und damit die Zukunft der Erde und des Universums vor.

Es ist leicht einzusehen, dass dazu ein Erdenleben nicht ausreicht. Vor allem dann nicht, wenn ein Mensch schon in sehr jungen Jahren stirbt, vielleicht sogar als Baby schon. Andererseits wiederum erleben wir, dass manche Menschen in Saus und Braus leben, alle im Leben möglichen Vergünstigungen genießen dürfen: ein schönes, liebevolles Elternhaus, eine solide Vorbereitung auf das Leben und entsprechende Ausbildung, beruflichen Erfolg mit entsprechendem Einkommen, um alles Angenehme in Anspruch nehmen zu können.


Glück gehabt - oder Pech?

Viele Menschen, die meisten, können davon nur träumen. Viele müssen jeden Euro zweimal umdrehen, und wenn er auch noch so oft umgedreht wird, reicht es oft trotzdem nicht.

Hat also der Eine einfach Glück gehabt und der Andere Pech? Nein, ganz bestimmt nicht. Denn, und das soll trösten und Mut machen: im ganzen Universum herrscht absolute göttliche Gerechtigkeit! Alles findet seinen Ausgleich, und nur so machen alle Ereignisse einen Sinn. Wenn ein Mensch schwere Zeiten durchmacht, sich fragt, ob es vielleicht an ihm selbst liegt, dass alles so schwierig ist, in sich geht und aufgrund der so erlangten Selbst-Erkenntnis sein Leben positiv verändert, kommt der Ausgleich in Form von positiveren Lebensumständen. Oft kommt dazwischen jedoch noch eine weitere wichtige Übung im Leben: sich gedulden! Das ist leicht gesagt, wenn jemand sich mitten in einer Situation befindet, wo es ihm dreckig geht! Aber es kann doch Mut machen, wenn man die Zuversicht haben darf: alles Unglück ist vorübergehend, es kommen auf jeden Fall auch wieder bessere Zeiten, dafür sorgt die göttliche Gerechtigkeit. Das Leben verläuft nach einem Rhythmus, Rhythmus ist Leben. Es geht rauf und runter, wenn es eine Zeit lang runter gegangen ist, geht es danach ganz bestimmt auch wieder rauf! Wenn wir das wollen und planen und uns darauf vorbereiten. Mit den Händen im Schoß sich treiben lassen, reicht nicht, wir müssen rechtzeitig Schwimmen lernen, ein gewisses Maß an Aktivität ist also schon notwendig.


Eigene Bemühungen und Gnade

Wenn wir uns bemühen, unser Leben aktiv zu gestalten, füllen wir damit eine Hälfte der Waagschale. Die Folge unserer eigenen Bemühungen ist dann, dass die andere Waagschale "von oben" reichlich gefüllt wird, das ist die "Gnade". Das soll auch eine Antwort auf die Frage sein, ob der Mensch sich durch eigene Bemühungen "retten kann" ob das nur durch göttliche Gnade möglich ist.

Beides gehört offensichtlich zusammen: sich selbst bemühen, dann kommt Hilfe, Gnade. Ein Beispiel: wenn ich einen See oder Fluß überqueren will (angenommen, es hat keine Brücke weit und breit, das wäre natürlich die "bequemste" Lösung), dann ist ein vorhandenes Boot die Gnade, aber rudern muss ich selbst! Unsere eigenen Bemühungen sind das, was uns die Gottheit zumutet, damit wir uns unsere Selbstständigkeit (selbst rudern) und Freiheit (ob überhaupt und wohin) erringen. Das Boot, zum Beispiel, bzw. die Mittel, die wir dazu benötigen, werden uns zur Verfügung gestellt.

Der Mensch wird in der Zukunft das sein, was er jetzt denkt. Das heißt auch, wir sind jetzt, in diesem Erdenleben, das, was wir früher - früher in diesem oder vorangegangenen Erdenleben - gedacht und getan haben. Ein fernöstlicher Begriff für dieses Ausgleichen von Taten in der Vergangenheit ist Karma. Ein umfassendes Thema, das einen Extra-Artikel benötigt.


Welche Bilder und Vorbilder haben wir?

Wir und die Zukunft werden also das sein, was wir jetzt denken, wollen und vorbereiten. Jede Vision, jedes Wollen, jede Bestrebung sind werdendes Karma. Das heißt auch, wir müssen sehr gut dabei aufpassen, was wir denken, welche inneren Bilder wir von uns, den Mitmenschen und der Welt in uns bilden, wenn diese Bilder sich nach ihrer Entstehung sofort daran machen, Wirklichkeit werden zu wollen. So liegt auch eine Gefahr darin, wenn sich Menschen ständig Katastrophenfilme anschauen, denn diese erzeugen im Inneren des Menschen Bilder, die danach streben, Wirklichkeit zu werden!


Die Geschichte von den Jungfrauen und dem Öl

Wenn ich empfehle, positiv zu denken, sage ich damit nichts Neues. Positiv denken ist Inhalt einiger Lehren, es gibt umfangreiches Material, um sich darüber zu informieren. Allerdings, nur positiv denken reicht auch wieder nicht. Aktive Vorbereitung, um bereit zu sein, wenn es an der Zeit ist, gehört auch dazu. Im Neuen Testament gibt es als Gleichnis dafür die Geschichte von den Jungfrauen mit ihren Öllampen und dem Öl. Ich fasse diese Geschichte kurz zusammen:

Jungfrauen warteten auf ihren Herrn. Wann genau er ankommen würde, war nicht bekannt, das konnte mitten in der Nacht sein. Also galt es, vorbereitet zu sein, wann auch immer er kommen würde.

Mit Öllampen ausgestattet, besorgten sich einige Jungfrauen rechtzeitig Öl, als der Herr dann mitten in der Nacht ankam, waren sie in der Lage, den Weg zu beleuchten. Die anderen Jungfrauen hatten es versäumt, sich Öl zu besorgen. Sie blieben in der Dunkelheit zurück.

Und wie haben wir uns in der Vergangenheit darum bemüht, uns vorzubereiten, unser Leben zu gestalten?

Unsere jetzigen Lebensumstände sind also das Ergebnis unserer Verhaltensweisen in früheren Leben. Wenn das Leben ständig nach Ausgleich strebt, macht die Frage Sinn, warum wir in diesem Leben viele Probleme haben, vielleicht krank sind, knapp bei Kasse, uns häufig ärgern müssen, über Andere, aber auch über uns selbst. Was ja schon mal ein erster Schritt in Richtung Selbsterkenntnis ist. Und wenn erste Schritte in dieser Richtung getan sind, durch das aktive Erkennen und Überwinden unserer Probleme, fangen die Lichter an, uns aufzugehen. Erkenntnisse tun sich auf. Je mehr wir unsere täglichen Erfahrungen bewusst und ehrlich zu uns selbst überdenken und auswerten, können wir uns selbst immer besser erkennen und unser Leben neu, bewusst gestalten. Das ist der gewünschte Prozess in Richtung Freiheit.


Die Freiheit hat eine Schwester: Verantwortungsbewusstsein!

Diese Freiheit wird übrigens nicht darin bestehen, dass wir uns über alles in unserer Umgebung hinwegsetzen. Das wäre eine falsch verstandene Freiheit. Frei sein bedeutet, unter den gegebenen Umständen und in Achtung der Gesetzmäßigkeiten, oder Regeln z.B. im Umgang der Menschen miteinander, das Leben gestalten. Verantwortungsbewusstsein ist eine Voraussetzung, und die Achtung der Grenzen: der eigenen, die der Mitmenschen und die in der Natur. Ein Beispiel: ein Gärtner hat nach Wochen Trockenheit die Freiheit, zu sagen: ich bin doch nicht der Sklave meines Gartens, ich bin doch frei. Also renne ich nicht mit der Gießkanne herum! Diese Freiheit hat er, aber der ihm anvertraute Garten kann bei einer solchen Einstellung seines Gärtners nicht gedeihen. Freiheit ist also erst dann möglich, wenn wir die Grenzen kennen gelernt haben, innerhalb derer wir uns frei bewegen können. Und um diese Grenzen kennen zu lernen, machen wir unsere täglichen Erfahrungen, lernen dazu, erweitern Horizont und Umsicht.

Durch vieles, vieles Üben - in vielen Erdenleben - haben wir uns allmählich unser Bewusstsein, wie wir es heute kennen, aufgebaut. Dieses Bewusstsein um Freiheit und Grenzen, unser heutiges, modernes Selbstbewusstsein ist uns nicht geschenkt worden, in paradiesischen Zeiten war es noch nicht vorhanden. Adam und Eva (damit sind wir alle gemeint) hatten das noch nicht. Im Paradies, in der geistigen Welt, aus der wir abstammen, fließt alles ineinander, da gibt es keine Trennung, kein Selbst-Bewusstsein, keine Freiheit. Der Griff zum Feigenblatt meint den Moment, wo der Mensch anfängt, sich selbst zu erkennen, sich als ein Individuum zu verstehen, seine Blöße zu verdecken und sich abzugrenzen, um den Weg zur Freiheit zu beschreiten.


Welche Frucht wächst am Baum der Erkenntnis?

Die Erlangung unseres Selbst-Bewusstseins ist also das Ergebnis des Essens des Apfels vom Baum der Erkenntnis. Die Erlangung von Erkenntnis war der erste Schritt und Voraussetzung für die Entwicklung des Menschen, deshalb beginnt die Genesis auch damit. Es ist ja immer noch so, ganz aktuell, dass wir uns erst mal über die Dinge und Zusammenhänge und Hintergründe informieren müssen, bevor wir eine Entscheidung treffen.

Sich mit der Symbolik der Bibel zu befassen ist sehr interessant und lohnenswert. Der ganze Ablauf der Menschheitsentwicklung wird dort in Bildern, Symbolen, Metaphern, Gleichnissen dargestellt. Wörtlich darf man die Bibel nicht nehmen. In 6 Tagen nach unserem Zeitbegriff wurde die Welt bestimmt nicht geschaffen, da handelt es sich eher um 6 Äonen. Unsere Zeitmessung beruht auf der Umdrehung unserer Erde um die Sonne, so ergeben sich Tag und Nacht, Wochen, Monate, Jahre... Eine Trennung von Sonne, Erde, Mond, und der anderen Planeten gab es ja damals - zu Beginn der Menschheitsentwicklung - noch nicht.


Adam und Eva - und die Schlange,
ein Versuch, unsere Ur-Eltern zu verstehen

Die Schlange - wie auch der Drachen - sind Symbole für die Lebenskräfte, und für Intelligenz. Es handelt sich um die selben Kräfte, man kann sie dazu verwenden, sich auszuleben - oder aber auch zum Denken! Wie man das konkret im Leben macht, wird in fernöstlichen Weisheitsschulen gelehrt. Bei uns im Westen und in der Mitte hat man davon noch relativ wenig Ahnung.

Die Entwicklung des Menschen hin zur Freiheit und Selbstentfaltung ist nur über die Entwicklung des Bewusstseins möglich. Das Bewusstsein ist das Weibliche im Menschen wie auch im Kosmos generell - die Eva (am Anfang noch die wilde "Lilith" - das Bewusstsein auf der dunklen, instinktiven Stufe) veranlasste Adam, der das Männliche, nämlich den Willen im Menschen und im Kosmos repräsentiert, sich Erkenntnis zu verschaffen, indem er den "Apfel vom Baum der Erkenntnis" aß. Die Menschheitsentwicklung konnte beginnen. Danke, Eva!! Ohne deine Verführung wären wir heute noch so naiv wie am Anfang!


Die Kundalini - auch eine Schlange

Im Kosmos stehen dem Menschen unendliches Bewusstsein und unendliche Lebenskräfte zur Verfügung. Während unserer Erdenleben sind diese sehr gedämpft, reduziert, angepasst an die Verhältnisse und Bedingungen in der Materie. Wäre unser Bewusstsein größer, könnten wir es vor körperlichen Schmerzen nicht aushalten, sagt Rudolf Steiner.

Ähnlich verhält es sich mit unseren Lebenskräften. Dem Mensch wird so viel davon mitgegeben, wie er für sein Erdenleben braucht. Das ist von göttlichen Spezialisten in der geistigen Welt sehr weisheitsvoll organisiert. Zusätzliche Lebenskräfte, die der Mensch in der Zukunft entfalten kann, sind aber heute schon im Menschen angelegt, der Mensch ist für die Zukunft vorbereitet. Die Kundalini-Schlange ist das Symbol für diese Zukunftskräfte.

Es heißt, dass die Kundalini-Schlange unter dem Wurzel-Chakra (in der Nähe des Steißbeins) zusammengerollt liegt, und darauf wartet, sich zu entfalten. Es gibt fernöstliche Praktiken, die Kundalini vorzeitig zu wecken, um über diese Lebenskräfte jetzt bereits zu verfügen. Das könnte jedoch erhebliche gesundheitliche Schäden zur Folge haben. Die Kräfte werden uns dann zur Verfügung stehen, wenn es in der Menschheitsentwicklung an der Zeit dafür ist.

Der Apfel vom Baum der Erkenntnis muss erst reifen. Unreifes Obst schmeckt nicht, bekommt uns nicht, ist total ungesund.

Jede Manipulation am Menschen kann sich katastrophal auswirken, und erst recht, wenn sie durch Spezialisten ausgeführt wird, die nicht wissen, was sie tun, weil sie von den Zusammenhängen und Hintergründen und den Sinn unseres Lebens nicht die geringste Ahnung haben. Denken wir z.B. an die Manipulation unserer Gene, Klonen, usw. Haben wir es auch hier mit einem einseitigen Gebrauch von Schlangenkräften zu tun?


Eine neue Quelle von Lebenskräften fließt bereits

Eine neue, sogar übersprudelnde Quelle von Lebenskräften steht der gesamten Menschheit bereits zur Verfügung. Die Quelle des Wassers des Lebens ist Mensch geworden und befindet sich "mitten unter uns". Diese Quelle ist der Christus, Mensch gewordener Gott. Wem es gelingt, sich mit dem Christus zu verbinden, das Christusbewusstsein zu leben, hat damit auch die Quelle des Lebens in sich, braucht keine Kundalini aufzuwecken. Statistiken zeigen, dass Menschen mit dem Christusbewusstsein bis ins hohe Alter lebendig und fit sind. Woran erkennt man das Christusbewusstsein? Da Christus der Schöpfer der Welt ist, erkennt man seine Anwesenheit in uns daran, dass wir uns mit Interesse und Liebe der Schöpfung, der Welt, der Natur und unseren Mitmenschen zuwenden und alles tun, sie zu pflegen und zu erhalten.

Mit dem Christusbewusstsein werden demnächst die Menschen damit anfangen, z.B. 100 Milliarden Bäume weltweit zu pflanzen, damit unsere Erde wieder saniert wird.


Wer war Adam?

Wenn Adam behauptet, dass Eva ihn nicht versteht, hat er ja Recht. Das können wir alle gut verstehen, das ist ja heute immer noch so.

Die Genesis spricht zuerst einmal nur von Adam, später von Adam und Eva.

"Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde: Mann und Frau". Was zunächst einmal ein Hinweis darauf ist, dass auch die Gottheit männlich und weiblich ist, Gott ist kein einsamer alter Mann mit einem langen Bart, sondern die Gottheit besteht auch aus Männlichem und Weiblichem, Yang und Yin. Der Gott hat seine Göttin an seiner Seite (darüber mehr in weiteren Beiträgen).

Adam war also zu Beginn männlich und weiblich, androgyn. Dann fand eine Trennung statt: das Weibliche in Adam wurde herausgesetzt. Die Genesis formuliert das so, dass Eva aus einer Rippe Adams entstand, also ein Hinweis darauf, dass Eva vorher in Adam enthalten war.

In jedem Menschen ist Männliches und Weibliches enthalten, der Mann lebt schwerpunktmäßig das Männliche (Denken, Planen, der Wille), hat aber auch Weibliches in sich, denn er fühlt ja auch, obwohl natürlich "ein Mann keine Schmerzen kennt und nicht weint"!! oder doch? Ich habe den Eindruck, dass viele Männer ihr Weibliches erst noch entdecken müssen, um dann bewusst ihr Weibliches leben zu können. Wir leben jetzt in einer Zeit, wo wir dahinter kommen, um was es geht: nämlich um die Harmonie zwischen männlich und weiblich. Beide Seiten gleichberechtigt und in Balance gelebt!

Was für den Mann gilt, gilt genauso für die Frau: die Frau lebt schwerpunktmäßig ihr Weibliches: die Gefühlswelt, auch das Sprechen ist eine weibliche Eigenschaft, eine Eigenschaft der Seele, die Seele ist das Weibliche. Es gibt aber auch viele Frauen, die starke männliche Eigenschaften leben: Planen, Initiativen ergreifen.

Man kann heute nicht mehr so trennen zwischen "Mann" und "Frau". Je selbstständiger und selbstbewusster die Menschen werden, um so mehr findet eine Balance zwischen Männlichem und Weiblichem in jedem Menschen statt.

Was bedeutet der Name "Adam"?

Die hebräische Sprache klärt uns darüber auf:

In der hebräischen Sprache hat jeder Buchstabe auch einen Zahlenwert. So entspricht der Buchstabe A der Zahl 1. Die Zahl 1 entspricht wiederum der Gottheit.

A... also = 1 = Gott, Gottheit.

...dam bedeutet Blut!

Adam ist also der im Blut lebende, Mensch gewordene Gott, bzw. die Gottheit! Denn auch die Göttin ist Mensch geworden, siehe die drei Marien, die zeitgleich mit dem Christus-Jesus Mensch wurden, das neue Testament berichtet darüber. Die ganze Gottheit ist Mensch geworden. Von der Maria-Magdalena wird berichtet, das sie ein wildes Leben führte, und das Christus Dämonen aus ihr heraus treiben musste. Mich erinnert sie an die wilde Lilith, die ebenfalls, lt. der Überlieferung, mit Dämonen durchbrannte (siehe oben).


Grenzen kennen lernen und achten - seine eigenen und die Anderer

Sich abgrenzen, bedeutet nicht, eine Mauer um sich herum aufzubauen. Sondern, sich der eigenen Grenzen bewusst zu werden, und die Grenzen der Mitmenschen zu respektieren. In Freiheit. Bewusst. Aus Liebe. Aus bewusst gelebter Liebe! Unser zentrales Thema. Durch unser (achtendes) Verhalten lernen wir an- und miteinander unsere Grenzen kennen. Manchmal machen uns andere Menschen auch deutlich darauf aufmerksam, dass wir unsere und ihre Grenzen zu achten haben. Das schmerzt auch schon mal.


Liebst du deinen Nächsten wie dich selbst? Liebst du dich überhaupt selbst?

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Um den Nächsten lieben zu können, muss man sich selbst erst einmal akzeptieren und lieben können. Nur wer sich selbst was gönnt, kann bereit sein, auch Anderen was zu gönnen. Sich selbst lieben, ist aber nicht in einem egoistischen oder narzisstischen Sinne zu verstehen. Sich = sein Ich - das Göttliche in sich selbst und in anderen Menschen ist damit gemeint! Die Mitmenschen lieben bedeutet auch nicht, jedem um den Hals zu fallen und sagen: ach, ich liebe dich! Oder sich in Aufopferung für andere auflösen. Das würde überhaupt keinen Sinn machen. Sondern Liebe ist Achtung, Interesse und Hilfsbereitschaft, wenn letztere angebracht und gewünscht ist, auf der Grundlage von Selbstachtung und Selbstbehauptung.

Was hat das alles mit wiederholten Erdenleben zu tun?


Bewusstseinsentfaltung ist ein langer Prozess

Die Liebe ist Grundlage des gesamten Universums. In der geistigen Welt wurde die göttliche Liebe in der Vergangenheit, seit undenklichen Zeiten, als Selbstverständlichkeit, als Gesetzmäßigkeit gelebt. Dunkel, unbewusst. Kein Wesen dachte sich was dabei, es war halt so. Schon immer. Paradiesisch.

Dann kam ein neues göttliches Denken auf, ein neuer göttlicher Wille. Das göttliche Sein wurde aufgeteilt in viele Milliarden von göttlichen Einzelwesen, jedes mit dem Auftrag, in einem langen Prozess das Ziel zu verwirklichen, dass die göttliche Liebe einmal bewusst, achtsam und individuell gelebt würde. Durch jeden Menschen, der sich zu einem Individuum entwickelt hat, und bewusst bereit ist, den göttlichen Funken in sich zu einem göttlichen Feuer zu entfachen. Mit diesem Feuer in sich soll der Mensch das Universum neu beleuchten. Im Universum gibt es - bei aller Liebe - zur Zeit auch viel Kälte und Dunkelheit.

Die Umwandlung von Kälte in Herzenswärme, von Dunkelheit in Licht, von Unbewusstem in Bewusstsein und Selbstbewusstsein, ist ein langer Prozess. Ein Prozess, der viele Tausend Jahre dauert, und viele Erdenleben erforderlich macht. Denn in diesem gewaltigen Prozess gibt es unendlich viel dazu zu lernen, was in nur einem Erdenleben des Menschen ja überhaupt nicht möglich ist, was wohl jedem einleuchtet.


Unendlich viele Erfahrungen führen zu Differenzierung und Vielfalt

Unsere Erfahrungen machen wir abwechselnd als Mann oder Frau - denn der Mann macht bekanntlich ganz andere Erfahrungen als die Frau, die Lebensumstände sind für Männer ganz andere als für Frauen, obwohl sich das in unserer westlichen Kultur schon geändert hat. In anderen Teilen der Welt sieht das aber noch ganz anders aus, nämlich z.T. entsetzlich.

Auch inkarnieren wir uns abwechselnd in den verschiedenen Kulturen, und Religionen, und Rassen. Weil wir eben überall die unterschiedlichsten Erfahrungen machen können, und müssen, gute und schlechte, aber die brauchen wir alle, um unseren Horizont zu erweitern und allmählich immer mehr Verständnis für andere Menschen dieser Welt aufzubringen.


Schlechte Erfahrungen sind gute Erfahrungen

Die schlechten Erfahrungen (die aus einem anderen Blickwinkel gute sind) brauchen wir, um uns zu der Entscheidung durchringen zu können: so läuft das nicht, in einem nächsten Leben mache ich das ganz anders. Aus dem Tierquäler wird ein Tierschützer. Wer andere Menschen misshandelt, wird selbst mal misshandelt werden, um zu erfahren wie das ist, wenn man es erleiden muss. Wir sehen: wir brauchen schmerzliche Erfahrungen, um bewusst und willentlich unsere Verhaltensweise zu ändern. Dazu zwingen uns die Lebensumstände. Es gibt auch die Möglichkeit, dass der Mensch durch Einsicht dazu lernt, das ist dann eine Gnade.

Es ist ja durchaus verständlich, wenn Menschen jammern und sich nach dem Paradies zurücksehen, wo alles so angenehm war, wo wir keine Probleme hatten, usw., usw. Siehe oben. Aber: Veränderung ist nur durch Erfahrung möglich.

Nur Erfahrung führt zu Veränderung

Wenn heutzutage so viel drunter und drüber geht und Chaos herrscht, liegt das nicht zuletzt an der Ziellosigkeit und Orientierungslosigkeit der Menschen. Sie haben ihren göttlichen Ursprung vergessen und damit das Ziel aus den Augen verloren. Aber: tief da drinnen - in den Tiefen der Menschenherzen - glimmt noch eine schwache Erinnerung, die sich jetzt zunehmend als Hoffen und Sehnen und Suchen äußert.

Die Antworten auf die Fragen der Menschen sind vorhanden. Wer suchet, der findet, wer anklopft, dem wird aufgetan. Damit ist angedeutet, dass eine gewisse Mindestaktivität seitens des Menschen allerdings vorausgesetzt wird. Wer nicht sucht, der wird auch nicht zu einer Antwort hingeführt, denn die Freiheit des Menschen ist unantastbar (auch für unsere Engel, die uns zu den Situationen führen, wo es etwas für uns zu lernen bzw. zu tun gibt). Wem es zu unbequem ist, sich Erkenntnisse zu erwerben, der möge sich weiter im alten Trott durch den Nebel tasten, und hier und da an Hindernisses anstoßen. Leider ziehen es viele Menschen immer noch vor, in gewissen Lebenssituationen zu leiden, statt diese mutig und entschlossen zu ändern. Und jede Situation lässt sich durchaus ändern, wenn wir das wollen! Allerdings ist das leicht gesagt, und es braucht oft viel Fingerspitzengefühl, wenn wir anderen Menschen helfen wollen, aus einer negativen Situation heraus zu finden. Auch wissen wir nicht, was der Einzelne aus karmischen Gründen durchmachen muss. Aber im Zweifelsfalle ist helfen immer angebracht!

Wie gesagt, ist der Entwicklungsprozess lang, er besteht aus vielen kleinen Schritten. Es ist besser, kleine Schritte zu tun, als von großen zu träumen - sagt ein weisheitsvoller Spruch. Ich schlage vor, beides auszuprobieren: eine Vision, ein Lebensziel vor unserem inneren Auge zu haben, aber auch die kleinen Schritte aufmerksam, geistesgegenwärtig zu tun, die uns täglich vom Schicksal angeboten werden.

Wenn wir auf unserem Lebensweg voran kommen wollen, und das nur mit kleinen Schritten geht, bedeutet das, dass wir eben viele kleine Schritte tun müssen. Viele kleine Schritte tun bedeutet: zuerst neue Erkenntnisse in die Praxis umsetzen, dann täglich wiederholen, und wiederholen, und üben und üben. So lange, bis die neuen Erkenntnisse zu unseren neuen Gewohnheiten geworden sind, die dann unsere alten Gewohnheiten aus alten Zeiten allmählich ersetzen. Damit ist dann auch das alte Karma erledigt, die Zukunft kann neu gestaltet werden.

Mit dem Denken fangen wir an, fühlen in unserer Seele, setzen es in Tun um, wenn es Sinn macht, und dann gilt es, täglich und unermüdlich zu über. Also:

Achten wir auf unsere Gedanken, denn sie werden zu Taten. Achten wir auf unsere Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achten wir auf unsere Gewohnheiten, denn sie werden zu unserem Schicksal.

Unser Denken, Fühlen und Tun in alten Zeiten, in vielen früheren Leben, hat zu unserem aktuellen Schicksal geführt, zu dem Karma, an dem wir jetzt arbeiten. Nutzen wir die Gelegenheit, dieses alte Karma, die alten Muster durch neue Erkenntnisse und Taten umzuwandeln. Dann kann das lichtvolle Zeitalter beginnen.

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Einiges von Johann Wolfgang von Goethe über wiederholte Erdenleben:


Ich wüßte nichts mit der ewigen Seligkeit anzufangen, wenn sie mir nicht neue Aufgaben und Schwierigkeiten zu besiegen böte. Aber dafür ist wohl gesorgt, wir dürfen nur die Planeten und Sonnen anblicken, da wird es auch Nüsse genug zu knacken geben.


An Charlotte von Stein, 1776

Ach, du warst in abgelebten Zeiten
meine Schwester oder meine Frau

"Gesang der Geister über den Wassern":

Des Menschen Seele gleicht dem Wasser.
vom Himmel kommt es, zum Himmel steigt es.
Und wieder nieder zur Erde muß es,
ewig wechselnd ...


Alle diejenigen sind auch für dieses Leben tot, die kein anderes hoffen.


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Lieblose Kritik ist ein Schwert, das scheinbar den anderen, in Wirklichkeit aber den eigenen Herrn verstümmelt.
Christian Morgenstern


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Es gibt nur einen Fortschritt, nämlich in der Liebe, aber er führt in die Seligkeit Gottes selber hinein.
Christian Morgenstern


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Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen, Spähen umsonst. - Christian Morgenstern


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Der Geist baut das Luftschiff, die Liebe aber macht gen Himmel fahren.
Christian Morgenstern


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Ich möchte nicht leben, wenn ICH nicht lebte.
Christian Morgenstern


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Muß ich dienen? Die Frage ist schlecht. - Darf ich dienen? Schau, so ist's recht.
A. Koch


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Wenn du zur Höhe willst, mußt du Ballast abwerfen.
E. Trier


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Wer den Himmel nicht in sich selber trägt, sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.
Sonnenschein


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Einen Menschen zu lieben, dazu ist das ganze Leben noch nicht lang genug.


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Das eine Wort: "Ich will", spricht's einer ernst und still,
Sterne reißt's vom Himmel, das eine Wort: "Ich will!"
R. Halm


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Wenn du nur ernstlich willst, so ist der Himmel dein.
Wie unermeßlich reich kann auch der Ärmste sein.


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