VITASOPHIE

Über Schlafen und Träumen


Das Ich ist nachts unterwegs

Wenn der Mensch eingeschlafen ist, bleibt im Bett, oder wo auch immer, unter der Brücke, am Schreibtisch, der bewußtlos gewordene Körper, zusammen mit dem Lebensleib, zurück. Bewußtlos deshalb, weil das Ich, zusammen mit dem Seelenleib, dem Sitz unseres Bewusstseins, die Weite gesucht hat, nämlich die Weiten des Sternenhimmels, Heimat und Ursprung des Menschen. Das Ich streift des Nachts aber nicht nur durch den Sternenhimmel, sondern auch durch sämtliche vergangene Erdenleben. Leider sind die allermeisten von uns zum derzeitigen Stand der Menschheitsentwicklung noch nicht in der Lage, das alles bewusst zu erleben, weil unsere geistig-seelischen Wahrnehmungsorgane, die Chakras oder Lotusblumen, noch zu wenig entwickelt sind. Das kommt aber noch im Laufe unserer Entwicklung, bei dem Einen früher, bei dem Anderen später. Einzelne Menschen, hört man, sind schon so weit, dass sie das helle, klare Bewusstsein über das Einschlafen hinweg und durch den Schlaf hindurch aufrecht erhalten können.

Es ist wichtig, die natürliche Entwicklung der hellsichtigen Fähigkeiten und Lebenskräfte (Kun-dalini) nicht durch äußere Maßnahmen zu forcieren, das könnte dem Menschen körperlich aber auch seelisch-energetisch sehr schaden. Für den Fortgang der Evolution reicht es, wenn wir unseren täglichen Herausforderungen und Aufgaben bewusst und geistesgegenwärtig begegnen.

Unser physischer Körper ist unser am perfektesten ausgebildetes Wesensglied, unsere sinnlich-physisch-irdischen Organe sind sozusagen "fertig". Sie sind so perfekt, dass sie uns normalerweise gar nicht so richtig bewusst sind, für uns gehören sie auf eine selbstverständliche Weise zu uns, es geht sogar so weit, dass wir sie (sträflich) vernachlässigen. Erst wenn was weh tut, oder nicht mehr funktioniert, merken wir, was wir nicht geachtet haben.


Wir sind nie alleine

Zurück zum Bett, oder der Bank im Zug oder im Park: nach dem Einschlafen bleibt der physische Leib, durchdrungen vom Lebensleib, der Lebensorganisation, liegen, hocken .... Das Ich mit seinem Seelenleib, seiner Bewusstseinsorganisation, muß nach einer gewissen Anzahl von Stunden des Wachseins und der geistigen und körperlichen Betätigung den Körper verlassen, weil dieser durch die Aktivitäten des Ichs und des Seelenleibes abgebaut wird und eine Regeneration benötigt. Das geschieht während des Schlafens durch den Lebensleib, der baut ihn wieder auf. Dass dabei weisheitsvolle geistige Wesen eifrig hilfreich an unserer Seite, ja sogar in uns drin, tätig sind, versteht sich, von selbst passiert nichts, nirgendwo. Da hat der Wissenschaftler ein Problem, für ihn besteht alles aus chemischen Abläufen, geisteswissenschaftlich gesehen gibt es nur Wesen, die tätig sind. Überall, im Menschen, in der Natur, im gesamten Kosmos.


Der Geist verzehrt Materie

Auf den Begriff "Bewusstsein" möchte ich noch mal kurz eingehen, denn dieses ist ein zentrales Thema. Der Mensch hat sein Bewusstsein dadurch, dass sich sein Ich und seine Seele während des bewussten Tageslebens an der Materie spiegeln. An der Materie des menschlichen Körpers, und an der Materie in der Natur, in der Gottes Gedanken ausgebreitet vor uns liegen. Unser Körper wird jedoch durch das Spiegeln, Reflektieren abgenutzt! Ähnlich wie wir einen Apfel dadurch genießen, dass wir ihn aufessen. Nach einer gewissen Zeit des "Verbrauches" des physischen Körpers muss dieser wieder hergestellt, aufgebaut werden. Das geht aber nur, wenn das "verzehrende" Bewusstsein sich entfernt. Dass es sich entfernt hat, merkt man daran, dass der physische Körper des Menschen eben ohne Bewusstsein da liegt, oder sitzt ...

Schlaf ist notwendiger für das Leben als Nahrung. Absolute Schlaflosigkeit überlebt der Mensch nur ein paar Tage. Wenn man zu wenig geschlafen hat, ist man nicht gut drauf, den Schlafmangel spürt man den ganzen Tag. Es können dann sogar psychische Probleme wie Halluzinationen auftreten. Wenn dem Menschen der Schlaf vorenthalten bleibt, stirbt er in absehbarer Zeit. In China hat man einst Todesurteile "gewaltlos" durch künstlichen Schlafentzug vollstreckt.

Unsere Seele löst sich also jede Nacht vom Leibe, "um sich in der göttlichen Substanz zu stärken". Gleich nach dem Einschlafen werden die Tageserlebnisse in Karma umgearbeitet. Anschließend taucht die Seele unter in diejenigen Erlebnisse, die einem vorigen Erdenleben angehören, dann die eines zweitletzten, dann drittletzten usw., unabhängig von der Dauer eines Schlafes. Dann geht es weiter bis in die höchsten geistigen Regionen der Urbilder, die die Gestalt des Menschen bilden und erhalten.


Das Ich interessiert sich ("s'Ich")

Da unser Bewusstsein, das wir im Seelenleib haben, mit dem Ich hinausgegangen ist, empfindet der schlafende Körper auch keinen Schmerz, obwohl Wunden oder eine Krankheit weiterhin da sind. Er nimmt kaum noch etwas wahr, Lust, Leid, Freude, Kummer werden nicht empfunden. Im Schlaf bewegen wir uns zwar, aber unwillkürlich, nicht von einem Ich so gewollt. Auch beim Schlafwandler ist kein Ich anwesend, die Geschicklichkeit des Körpers ist nicht vom Ich abhängig. Als Autofahrer können wir auch am Ziel ankommen, wenn wir Glück haben, obwohl wir während der Fahrt "geistesabwesend", Ich-abwesend waren. Mit den Gedanken waren wir ganz woanders. Wer ist gefahren? Der Lebensleib, in dem unsere Gewohnheiten und unser Temperament eingeprägt sind, hat das Auto gesteuert, er kennt die Bedeutung der Ampeln. Alles, was wir lernen und erfahren, prägt sich im Lebensleib ein, so können wir vieles aus Gewohnheit tun und sagen, ohne dass das Ich daran beteiligt ist. Und das ist eben die große Gefahr in der zweiten Lebenshälfte, dass der Mensch in seinen Gewohnheiten, in seinem Lebensleib, stecken bleibt. Dann macht man alles so, wie man es schon immer gemacht hat, so gut wie es halt der Lebensleib kann, so wie er es gelernt und geübt und es sich zur Gewohnheit gemacht hat. Man interessiert sich dann auch für nichts Neues mehr, denn es ist eine Eigenschaft des Ichs: voller Interesse immer wieder Neues dazu lernen, nicht damit aufhören, Neues auszuprobieren, zu lernen, neue Erfahrungen zu sammeln, und das bis zum letzten Tag seines Erdendaseins. Wenn das Ich sich (während des Erdenlebens) allmählich von der irdischen Leiblichkeit entfernt, hören damit auch die Interessen des Erdenmenschen auf. Das ist eine große Gefahr im Alter, die Ich-Abwesenheit wird für die Mitmenschen oft zu einem großen Problem. Deshalb auch wird z.B. empfohlen, auch im Alter noch neue Interessen zu entwickeln, noch eine Sprache zu lernen, oder etwas anderes, was das Ich interessieren könnte. Interesse an der Welt bringt Lebenskräfte zum Fließen!!

Unser physischer Körper und Lebensleib sind nicht an neuen Erfahrungen oder Erkenntnissen interessiert, sie müssen sie hinnehmen und ertragen. Aber wir brauchen beide, als unsere Werkzeuge für das irdische Leben, damit neue Erfahrungen und Erkenntnisse in der Materie möglich werden.


Wer träumt?

Wenn das Ich mit dem Seelenleib den Körper mit seinem ihn weiterhin durchdringenden Lebensleib verlässt und auch dann, wenn es wieder in ihn zurückkehrt, entstehen die Träume. In dem Moment nämlich des Sich-Lösens und des Sich-Wiederverbindens vermischen sich die im Lebensleib eingeprägten Erinnerungsbilder aus dem gegenwärtigen Leben mit den Gefühlen des Seelenleibes. Je nach dem, wie es dem Menschen gegenwärtig im Leben geht, wie er drauf ist, ob es gut läuft oder ob es Probleme gibt, entsprechend erlebt er gute oder schlechte Träume. Das Eigentümliche an den Träumen ist ja, dass sie oft keinen Sinn machen. Die Bilder sind zwar solche, die wir aus unserem Alltagsleben kennen, sie laufen aber so ab, dass wir uns manchmal nur über uns selbst wundern können. Woran liegt das? Die Bilder unserer Traumerlebnisse werden nicht vom Ich gesteuert, von diesem nicht bewusst geführt, wie wir das vom Tagesbewusstsein her gewohnt sind, sondern von unserem Unterbewusstsein, dem Seelenleib eben. Nur ein Teil unseres Bewusstseins ist klar, hell bewusst, ein großer Teil wartet noch im Finsteren darauf, dass es ans Licht kommen darf, was dann geschieht, wenn uns "Lichter aufgehen". Das Bewusstsein des Seelenleibes ist also teilweise ein unbewusstes, wie es das Tier auch hat. Selbstbewusstsein, bewusste Kontrolle über sich selbst, muss sich das Ich erst erarbeiten. Mit dem immer stärker und heller werdenden Selbstbewusstsein wird dann auch das Traumleben immer klarer und steuerbar.


Ein Blick in die Zukunft

Das Ich geht also, während der Körper schläft, durch die Sternenwelten und die vergangenen Erdenleben. Es erlebt aber nicht nur Vergangenheit sondern auch Zukunft, die ja auf der geistigen Ebene nicht von der Vergangenheit getrennt ist. Es schaut in seine noch zu verwirklichenden Pläne, erkennt, was noch erwartet oder gefordert wird, was vom Lebensplan, Entwicklungsplan noch zu tun, zu erarbeiten, zu erledigen oder vorzubereiten ist. Das Karma liegt in seiner eventuell gnadenlosen Klarheit vor ihm. Dieses Zukunftsbild kann beim Aufwachen noch vorhanden sein, schwindet dann aber schnell. Wenn man nun weiß, dass ein Aufwachtraum eventuell einen Blick in die Zukunft gestattet, kann es interessant und wichtig sein, zu versuchen, das Bild noch mal zu bekommen. Man achte also auf die Gefühle beim Aufwachen, versuche, die Gefühle festzuhalten, dann kommt auch das Bild oft noch mal. Also nicht gleich aufspringen, dann sind die Bilder weg und kommen nicht mehr, sondern noch eine kleine Weile mit geschlossenen Augen in den Gefühlen verharren, warten.


Vom Fliegen und Zug fahren

Die Traumbilder sind oft nicht das Wesentliche, sondern die Dynamik des Traumes. Sind am Ende des Traumes Dinge gelungen, oder hat es geklemmt, man kam nicht voran? Konnte man schwerelos über eine Landschaft fliegen und hat dies genossen, oder ist man abgestürzt oder kam beim Gehen nur mühsam gegen einen fast unüberwindbaren Druck an? Hatte man schreckliche von Angst erfüllte Traumszenen, weil man auch im täglichen Leben einen Haufen Probleme hat?

Tiefe Wälder (wie im Märchen) und Meer sind Seelensymbole für tiefe, noch nicht durchschaubare Seelentiefen.

Träume vom Zug fahren sind ein gutes Beispiel.

In Zeiten, wo es auch im Leben gut voran geht, träumt man davon, dass man einen Zug rechtzeitig erreicht, einen schönen Platz bekommt, die Fahrt geht zügig voran. Es ist ein schöner, moderner Zug, die Menschen im Zug sind angenehme Mitfahrer. In Zeiten dagegen, wo es im Alltag nicht so gut läuft, man hat nichts als Probleme, man kommt nirgendwo so recht voran, dann träumt man andere Zugträume: bei der Ankunft am Bahnhof stellt man fest, dass man die Koffer vergessen hat, oder man hat kein Fahrgeld dabei, oder man läuft die ganze Zeit die Treppen des Bahnhofs auf und ab, der Zug kommt nicht oder ist schon abgefahren, oder es handelt sich um einen uralten, klapprigen, langsamen Zug, wenn überhaupt. Ähnliches kann sich auch auf einem Flughafen abspielen, wenn einer oft mit dem Flugzeug unterwegs ist. Wenn einer im Traum auf dem Flughafen herumirrt, so heißt das also nicht unbedingt, dass ihm das demnächst genau so im Alltag passieren wird, sondern ist ein Hinweis auf seinen seelischen Zustand.

Manche Träume sind physiologisch bedingt, sie werden durch körperliche Vorgänge verursacht. Beispiele:

- bei Kopfschmerzen träumt man, dass man durch eine Höhle kriecht;
- Schlangenträume weisen auf Unregelmäßigkeiten in den Gedärmen hin;
- schlechte Luft im Schlafzimmer kann einen Alpdruck auslösen;
- bei Fieber oder wenn man zu warm zugedeckt ist, träumt man von Feuer.

Es gibt unendlich verschiedene Traumszenen, jeder Mensch hat seine eigenen, wenn jemand sie alle mit ihrer Symbolik beschreiben wollte, so würde das viele dicke Bücher füllen. Es ist jedoch immer hilfreich, auf die erwähnte Dynamik zu achten und diese mit aktuellen Schicksalssituationen zu vergleichen und vor allem auf die Aufwachträume zu achten. Es gibt ja zum Glück auch solche Aufwachträume, nach denen man den ganzen Tag guter Laune ist.


Den Tag ausklingen lassen

Wichtig ist, was man tut, bevor man sich ins Bett legt. Eine aufregende, vielleicht sogar Angst oder Furcht einflößende Sendung im Fernsehen ist sicher nicht eine geeignete Voraussetzung für ein sanftes, friedvolles Einschlafen. Vor allem nicht bei Kindern. Eine Hilfe ist es dagegen, den Tag beschaulich ausklingen zu lassen, z.B. noch einen abendlichen Spaziergang machen, sich gute Lektüre zu Gemüte führen.

Ein Spaziergang ist nicht nur am Abend wohltuend. Überhaupt sollte man so viel wie möglich zu Fuß gehen. Nicht nur wegen der Gesundheit, sondern auch aus Interesse an der Natur. Es ist wichtig, sie mit offenen Augen und offenem Herzen wahrzunehmen, sie liebevoll zu beobachten. Das ist auch äußerst wichtig für die Wesen in der Natur, z.B. die Naturgeister, die unsere bewusst interessevolle Zuwendung dringend brauchen und sich danach sehnen. Diese echte Zuwendung zur Natur wirkt sich auf die innere Ausgeglichenheit des Menschen aus und damit auch auf einen gesunden Schlaf.

Einem Kind kann man vor dem Einschlafen noch ein Märchen erzählen oder vorlesen, ein Lied singen, ein Gebet sprechen, fragen, was es am Tag Schönes erlebt hat, oder was ihm sonst wichtig war, Gutes wird gelobt.


Müdigkeits-Syndrom

Was der Mensch denkt, sich vorstellt, wird für ihn konsequente Wirklichkeit. Deshalb muß man sich davor hüten, sich von negativen Dingen, Gewalttätigkeiten, Horror, berieseln zu lassen. Wenn man mit solchen Eindrücken ins Bett geht, wirkt das weiter. Rudolf Steiner sagte 1924 zu jungen Ärzten, dass sich die Jugend "nicht ungestraft veroberflächlichen" darf, da sie sich sonst bis ins Organische hinein ruinieren würde. Er führte aus, dass, wenn sich die Menschen nicht geistig vertiefen, sie nicht mehr richtig schlafen können. Die Folge davon würde sein, dass über die ganze Erde Epidemien von Schlaflosigkeit auftreten werden, und dass diese Menschen für die Zivilisation nicht mehr wirken können. Ist das chronische Müdigkeits-Syndrom angesichts des immer oberflächlicheren Lebens der Menschen und der zunehmenden Überlastung mit Sinnesreizen vielleicht eine solche Zeiterscheinung?


Tagesrückblick

Ein sinnvoller Abschluß des Tages ist für den Erwachsenen auch der Tagesrückblick. Dabei stellt man sich das Erleben der Tagesereignisse in Bildern rückwärts vor. Man beginnt mit dem, was man am Abend zuletzt erlebt hat, und lässt dann in umgekehrter Reihenfolge die Geschehnisse des Tages vor seinem inneren Auge vorbeiziehen. Man beobachtet sich selbst dabei von außen, wie einen Fremden, ohne die Ereignisse zu bewerten, ohne Emotionen. Ein Mensch, der zu Depressionen neigt, sollte sich nur auf die positiven Ereignisse konzentrieren.

Ein ruhiges Vertrauen in die göttlich-geistige Führung, durch Erkenntnisarbeit und Erfahrung gewonnen, Zufriedenheit und Dankbarkeit für Fügungen und Begegnungen, durch die wir dazulernen und uns entwickeln dürfen, sind Seelenstimmungen, die uns helfen, in allem, was uns schicksalsmäßig begegnet, Positives, Hilfreiches zu sehen.

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Wohltaten, die nichts kosten, aber kostbar in den Augen Gottes sind:
Ein freundlich Gesicht bei der Eintönigkeit des alltäglichen Lebens.
Ein vorsichtiges Schweigen, wenn man die Fehler anderer sieht.
Ein Wort der Anerkennung für das Gute des Nebenmenschen.
Ein kleiner Dienst dem erwiesen, der uns unterstellt ist.
Ein Wort des Scherzes für die Lieblinge Gottes, die Kinder.
Ein warmer Händedruck für den, der traurig ist.
Ein geduldiges Sprechen mit Ungeduldigen und Lästigen.
Ein Blick des Mitgefühls für den, der verborgenes Leid trägt.
Ein freundlicher Gruß für den kleinen Mann.
Ein Bekennen der eigenen Schwäche.
Ein ehrliches Bekennen des eigenen Unrechts.


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Laß deiner Lippe nicht zu schnell entfliehen das rasche, unbedachte Richterwort.
Dir ist der Blick ins Innre nicht verliehen, nur äußrer Schein reißt dich zum Tadel fort.
Ein scharfes Wort, es ist so leicht gesprochen und hat doch oft ein Menschenherz gebrochen.
S. Dethleffs


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Ein Scherz, ein "lachend' Wort, entscheidet oft über die größten Sachen treffender und besser als Ernst und Schärfe.


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Liebe, die von Herzen liebt, ist am reichsten, wenn sie gibt;
Liebe, die von Opfern spricht, ist schon rechte Liebe nicht.


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Liebe Menschen, wenn Ihr wüßtet, welche Wunder Liebe tut,
mancher Mensch wär manchem Menschen schon sich selbst zuliebe gut.


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Die Liebe schenkt mit Herz und Händen und macht aus Schlichtem goldne Spenden;
und hätt' sie alles weggegeben, Gott schenkt's ihr wieder voller Segen.


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Ich habe nie einen Menschen getroffen, der ganz schlecht war; etwas Gutes steckt in jedem, nicht alle können es aber zeigen.


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Unsere Seele ist so groß wie unsere Liebe.
Kühnel


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Die Liebe schenkt ohne Fordern, empfängt ohne Sträuben,
verzeiht ohne Zögern, trauert nur über die eigene Schwäche.
Lippert


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Säume nicht! Träume nicht! Wandle!
Frage nicht! Klage nicht! Handle!
(Langbehn)


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Entschlossene Seelen fürchtet der Teufel! Denn er weiß aus Erfahrung, daß sie ihm großen Schaden zufügen und daß alles, wodurch er sie zu verderben meint, zu ihrem und anderer Nutzen gereicht, während er selber mit Verlust abziehen muß.
Hl. Theresia


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Das Leben ist ein leerer Krug. Du hast ihn auszufüllen.
Und was du dir gesammelt hast, wird dich im Jenseits stillen.
M. Seemann


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