VITASOPHIE

Der Mensch - Ebenbild und Spiegel des ganzen Kosmos


"Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde".

Das Wesen Gottes wird durch den gesamten Kosmos, durch die Sternenwelten, die Kräfte, die diese organisieren und in Harmonie und Balance zusammenhalten, erhalten und neu schaffen, offenbart.

Es ist möglich, zu einem Verständnis des Wesens und der Zusammenhänge im Kosmos zu gelangen, wenn wir uns anschauen, wie diese auch im Menschen, der also ein Abbild, oder Ebenbild des Kosmos ist, auf seinen verschiedenen Wesensebenen und durch seine sehr unterschiedlichen, insgesamt aber aufeinander harmonisch abgestimmten geistigen, seelischen und körperlichen Eigenschaften und Funktionen zum Ausdruck kommen. Wenn auf allen Ebenen des Menschenwesens Harmonie und Balance herrscht, ist der Mensch gesund.

Dieses Thema ist allerdings so umfassend und vielschichtig, dass wir es uns nur Schritt für Schritt erarbeiten können.

Schon die simple Aussage, dass der Mensch aus Geist, Seele und Körper besteht, ist schon mal für viele eine gewagte Behauptung. Körper ja, den kann man ja sehen, und sezieren, und wiegen und chemisch analysieren, unter dem Mikroskop betrachten. Aber Geist und Seele? Was ist denn das? Sollte jemand in der Lage sein, ein Foto von Geist und Seele vorzulegen, könnte man vielleicht mal drüber reden.

Wenn die Oma am Sonntagmorgen Schuhe und Mantel anzieht, um in die Kirche zu gehen, erklärt uns das der einseitig materiell eingestellte Wissenschaftler damit, dass da chemische Reaktionen im Gehirn der Oma ablaufen, die diese veranlassen, Schuhe und Mantel anzuziehen, und sich in Richtung Kirche zu begeben. Dafür, dass die Oma in ihrer Seele das Bedürfnis verspürt, ihren Glauben, der eine Haupteigenschaft der Seele ist, zu leben, hat er kein Verständnis, denn die Seele gibt es ja nicht, siehe oben. Erst recht ist die Annahme, es gäbe auch sogar noch einen Geist, irreal, irrational, usw.

Sogar Siegmund Freud, auf den die Psychologie - die Kunde von der Seele - zurückgeht, hatte mit selbiger größte Probleme. Abwohl doch gerade von einem Psychologen erwartet werden sollte, dass er sich in allen Seelenfragen bestens auskennt. Er ist ja ein Seelenberater. Für ihn war das aber so, dass, wenn ein Mensch an einen Vatergott glaubt, dieser Mensch halt ein unbewältigtes, infantiles Vaterproblem hat. Für einen weiter denkenden Menschen klingt das natürlich unglaublich. Das war auch für seinen bis dahin engen Freund C.G. Jung ein Grund, sich von dieser Freundschaft zu trennen.

Glücklicherweise, wächst zur Zeit das Bewusstsein der Menschen ständig, die Aussage, dass der Mensch aus Geist, Seele und Körper besteht, ist für viele Menschen schon eine Selbstverständlichkeit.

Was genau aber hat man unter Geist und Seele zu verstehen? Diese Frage ist ja nicht so ganz einfach zu beantworten. Von Religion zu Religion, Kultur zu Kultur, fällt die Antwort auf diese Frage auch sehr unterschiedlich aus, selbst bei den "Experten", den Vertretern der jeweiligen Religionen und Kulturen.

Als Christ beantworte ich diese Frage folgendermaßen:

Den Geist des Menschen bezeichnen wir auch als sein Ich. Das Ich stammt aus dem Vatergöttlichen, dem Männlichen in der Gottheit. Das Ich ergreift Aktivitäten, Initiativen, denkt, plant. Dieses Denken ist das geradlinige, eben das männliche Denken. Das Ich ist Feuer, ist Liebe. Liebe ist Feuer. Wer schon mal verliebt war, weiß, wie dieses Feuer brennen, ja sogar verzehren kann.

Der Vatergott ist nicht alleine, er hat seine Göttin, seine Gefährtin an seiner Seite (siehe vorangegangene Artikel in der Vitasophie.com). Das Weibliche in der Gottheit - wie eben auch das Weibliche im Menschen, ist die Weltenseele, die kosmische Sophia, die göttliche Weisheit, bzw. im Menschen die Menschenseele, die menschliche Maria-Sophia.

Das Weibliche im Menschen, seine Seele, ist seine Gefühlswelt, die Welt der Empfindungen, Farben, Klänge, eben aller Wahrnehmungen. Aber auch Träger des Bewusstseins, und der Weisheit! Die Seele ist eine dichtere Form des Geistes, daher kann sie dem Geist, dem Ich, ein Spiegel sein.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Das Ich, das geradlinige Denken des Wissenschaftlers, macht die perfekte Entwicklung z.B. der Atombombe möglich. Fragt er nun in seiner weisheitsvollen Seele nach, ob er damit etwas Sinnvolles macht, wird ihm seine Seele, die, im Gegensatz zum männlichen geradlinigen Denken eben umfassende, alles Berücksichtigende Weisheit ist, Folgendes sagen: "Stopp, stopp, stopp, zunächst einmal! Hast du an alles gedacht, auch an die Konsequenzen deines Tuns? Nimmst du Rücksicht auf die Umwelt und die Menschen?"

So, oder so ähnlich. Würde nun der Wissenschaftler auf seine weisheitsvolle Seele lauschen, könnten der Menschheit die furchtbaren Folgen der Entwicklung der Atombombe, auch der Atomkraft generell, erspart bleiben.

Die zunehmend materialistische Einstellung vieler Menschen ist auf das Austrocknen der Seelenkräfte im Menschen zurückzuführen. Dazu tragen auch der immer oberflächlicher gelebte Alltag mit seinen vielen Ablenkungen, Berieseln durch Fernsehen, Videofilme, usw. bei. Auch in den Medien wird ja über die Ereignisse in der Welt sehr oberflächlich berichtet, die sensationellsten Ereignisse haben Vorrang. So trocknen eben die Seelen aus, wie ein Garten in einem heißen Sommer. Wenn dann nicht gegossen wird, gibt es keine Ernte.

Dank des physischen Leibes des Menschen kann das Göttliche auch in der Materie präsent sein und diese pflegen, erhalten und umwandeln.

Mit Materie ist auch der materielle, physische Leib des Menschen gemeint.

Wie kann nun der göttliche Geist, und damit das Ich des Menschen, das dem göttlichen Geist entstammt, bis in die Materie hinein sich auswirken?

Das Ich, der Geist des Menschen, verfügt über 12 Ich-Kräfte, 12 Aspekte, oder 12 göttliche Eigenschaften, oder Qualitäten. Hier berühren wir den Bereich der Astrologie. Mit diesen 12 Eigenschaften kann man sich vertraut machen, indem man sich mit den 12 Tierkreiszeichen befasst. Der Mensch entwickelt sich von der Tierstufe zur Menschenstufe, das heißt, 12 ursprünglich tierische Seelenqualitäten sind umzuwandeln in menschliche Eigenschaften oder Tugenden. Jedes Tierkreiszeichen beschreibt daher eine jeweils unerlöste, aus der Vergangenheit des Menschen stammende Qualität und die Qualität, oder Eigenschaft, in die der Mensch diese umzuwandeln hat. Da dies ein wichtigstes Thema ist, es geht immerhin um den Sinn der Evolution der Menschheit, möchte ich jedem Interessierten empfehlen, sich damit einmal zu befassen. Dazu gibt es tiefgründige astrologische und astrosophische Literatur (z.B. Arthur Schult, "Astrosophie").

Folgende sehr kurze Auflistung soll eine Idee vermitteln, um welche Umwandlung es geht:

Tierkreiszeichen negative Kraft (unerlöst) positive Kraft (erlöst, umgewandelt, bewusst gelebt)
Vorwärtspreschen Tatkraft; Initiativkraft
Abstumpfen Durchsetzen; Ausdauer
Spaltung Kreativität; teilen + herrschen
Panzerung, Zwangsjacke Erfahrung des göttlichen Willens; Öffnung zur Welt
aufgeblasenes Ego echte Begeisterung
Zwang; festhalten loslassen; die Spreu vom Weizen trennen lernen
Unentschlossenheit; Passivität Intuition; aufgeschlossen sein; zuhören; Dinge gegeneinander abwägen
Schärfe; Sadismus; Grausamkeit Gestalt verleihen Milde; gegenseitiger Erlösungsprozess; eine Sprache
Ideologie; Fanatismus Idealismus; das Streben konkretisieren; Ziel und Weg fallen zusammen
irdische Ambitionen; Ellbogen gebrauchen himmlische Ambitionen; Zusammenarbeit; würdevolle Demut; im täglichen Leben verankert bleiben; trösten
Jammern; gestreichelt werden; erwerben streicheln; schenken; Diskretion
Bindungsangst; Weltentsagung; willkommen oder nicht?; falscher Planet? flüchtig; ausweichend intensiv; Gewissheit des Ewigen; distanzierte Betrachtung
In jedem Erdenleben lebt der Mensch eine dieser 12 Eigenschaften schwerpunktmäßig. Das Tierkreiszeichen, unter dem er geboren wurde, zeigt ihm an, woran er zu arbeiten hat, welche seiner seelischen Qualitäten noch zu erlösen sind. Wichtig ist dabei zu wissen, dass die Sterne nicht die Umwandlung seines Wesens bewirken, sondern den Stand der Entwicklung anzeigen! So dienen die Tierkreiszeichen dem Menschen als Spiegel.

Die Wesensebenen der 4-gliedrigen Menschen sind

- das Ich (der Geist)
- die Seele (Astralleib)
- die energetische Ebene (Lebensleib, Ätherleib)
- die materielle Ebene: der physische/materielle Körper, oder physische Leib.

Der Geist wirkt immer von oben nach unten: die geistigen Impulse, die die Seele, die Energie und den Körper des Menschen steuern, empfängt die Seele über die 12 aufnehmenden Chakras und leitet sie über die 12 ausstrahlenden Chakras an die energetische Ebene weiter, an die ätherischen Organe. Die ätherischen, man kann auch sagen: die feinstofflichen Organe leiten diese Impulse in Form von Energien an die 12 Organe weiter (Leber, Lunge, Nieren, usw.). Über die 12 Organbereiche werden die aus dem Kosmos und unserer physischen Nahrung stammenden, durch die Stoffwechseltätigkeit des Körpers umgewandelten Kräfte für die Erhaltung und den Aufbau unseres Körpers verwendet.

Ein ergänzender Hinweis zu den Chakras:
Jedes Chakra ist zweiteilig:
- der aktive (männliche, = vom Ich gesteuerte) Teil bewegt sich in Richtung Uhrzeigersinn;
- der empfangende (weibliche, seelische) Teil gegen den Uhrzeigersinn.

Die vom Ich gesteuerte, also aktive / ausstrahlende Hälfte der Chakras wurde erst mit dem Golgatha-Ereignis aktiv, als Christus sich mit seiner Menschheit vereinte. Damit zog auch sein Ich in die Menschheit ein, das jetzt das höhere Ich jedes einzelnen Menschen ist. Je mehr der Mensch den Christus in sich zulässt und ihn lebt, umso aktiver werden die Chakras. Die Entfaltung der aktiven Chakras bewirkt durch ihre Ausstrahlung seelische und damit körperliche Heilung, ist aber eben abhängig davon, inwieweit sich der Christus im Menschen entfalten kann.

Wir sehen, dass der Mensch sehr kompliziert und auf den verschiedenen Wesensebenen auch noch sehr differenziert ist. Da muss der Mensch schon sehr ausgeglichen, in Balance sein, wenn auf allen Ebenen alle 12 Bereiche in Harmonie miteinander wirken sollen. Da eine solche Harmonie heutzutage kaum noch zu verwirklichen ist, also Disharmonie herrscht, sind die meisten Menschen krank. Denn Krankheit deutet auf Disharmonie im Menschen hin, auf fehlende Balance. In anderen Worten: ein kranker Mensch sollte weniger spontan zu Medikamenten greifen, sondern in sich gehen und lauschen, wo es in seinem Wesen, in seiner Seele, an Harmonie mangelt. Bei akuten starken Schmerzen ist es selbstverständlich angebracht, diese zunächst einmal mit Medikamenten zu besänftigen. Der nächste Schritt sollte aber dann auf dem Wege in Richtung Selbsterkenntnis gegangen werden.

Die Qualität unserer Nahrungsmittel spielt eine entscheidende Rolle bei der Gesunderhaltung unseres Körpers. Nur wenn Nahrungsmittel lebendig, vital sind, können sie auch Vitalität an die Organe des Körpers abgeben. Das ist ja die Aufgabe unseres Stoffwechselsystems: der Nahrung die lebendige Qualität zu entziehen, diese vom Stoff zu trennen. Der Stoff wird dann ausgeschieden, die lebendigen Eigenschaften, deren Träger der Stoff war, werden dem Körper des Menschen zugeführt. Was passiert, wenn man eine Scheibe Brot mit einer Scheibe Käse in die Mikrowelle schiebt? Nach einer kurzen Weile holt man eine Scheibe aus Plastik wieder heraus. Wie soll der Mensch da vital bleiben können? Ähnliches passiert, wenn das Gemüse auf dem Acker mit Kunstdünger gedüngt wird. Auch in diesem Falle kann das Gemüse dem Menschen keine Vitalität bieten, es ist ja selbst kraftlos, ja dank der Chemie geschwächt und für Krankheiten anfällig. Also kommt nochmal Chemie dazu, um die Schädlinge auf dem Gemüse abzutöten. Ein teuflischer Kreislauf.

Der Mensch ist, was er isst, heißt es. Und das trifft nicht nur auf den physischen Leib des Menschen zu. Denn, ob der physische Leib des Menschen in der Lage ist, spirituelle Impulse von oben, vom Ich her, vom Willen des Menschen her, überhaupt empfinden zu können, hängt eben von der Vitalität des Körpers ab.

Rudolf Steiner äußerte dazu einmal, sinngemäß: Heute ( - und das ist jetzt ca. 90 Jahre her - ) bieten unsere Nahrungsmittel dem Menschen nicht mehr die Grundlage, Impulse vom Geist her zu empfinden. Daher sinkt der Mensch immer mehr in den Materialismus ab.

Aber, der Mensch ist noch nicht verloren, es gibt Möglichkeiten, die Mängel bei der Nahrungsmittelqualität wenigstens teilweise auszugleichen:

Eine Möglichkeit besteht darin, Nahrungsmittel aus biologischem oder biologisch-dynamischem Anbau (Demeter) zu verwenden, weil dort auf Chemie verzichtet wird. Das kostet allerdings etwas mehr, aber jeder Mensch muss für sich entscheiden, wieviel ihm seine Gesundheit wert ist.

Eine andere, nicht so bekannte Lösung besteht in der Benutzung von Substanzen, an die man in diesem Zusammenhang nicht so spontan denkt, denen man zunächst gar nicht zutrauen würde, dass sie irgend eine Bedeutung für die Gesundheit des Menschen haben könnten.

Solche Substanzen sind unsere Metalle!

Alle Substanzen, auch die dichtesten, härtesten sind Offenbarungen von Eigenschaften von lebendigen Wesen im Kosmos draußen, in den Sternenwelten. Ihre ursprüngliche Lebendigkeit kommt jedoch in der dichten irdischen Materie zum Erliegen. Sie bleiben sozusagen in der Materie stecken, so wie eine Schiffsschraube auf einer Sandbank stecken bleibt und das Schiff nicht mehr voran kommt.

Was kann man tun, um tote Materie, wie Mineralien, Metalle wieder lebendig zu machen?

Das Zauberwort heißt: e n t dichten! Verdichtete Materie wird wieder lebendig, wenn man sie entdichtet. So wie ein Schiff sich wieder vorwärts bewegen kann, wenn man es aus der Sandbank herausgezogen hat.

Wie geschieht dieses Entdichten? Z.B. durch einen pharmazeutischen Vorgang, den man POTENZIEREN, nennt. Von Potenzierungschritt zu Potenzierungsschritt wird eine Substanz immer freier und freier, und kann so ihr eigentliches Wesen immer mehr entfalten, und damit ihre Heilungskräfte.

So geschieht es zum Beispiel mit den Metallen. Hier möchte ich zwei in der anthroposophischen Medizin angewandte Verfahren kurz erwähnen:

Das eine Verfahren besteht darin, dass ein Metallerz unter einem Glaskolben zum Glühen gebracht wird. Das verdampfende Metall schlägt sich an den Innenflächen des Glases nieder, wird dann nach dem Abkühlen abgekratzt. Nun befindet es sich schon auf einer entdichteten Stufe. Durch nachfolgende Potenzierungsvorgänge wird das Metall weiter entdichtet, immer lebendiger, und kann dann in Form eines Medikamentes therapeutisch verwendet werden.

Eine andere Vorgehensweise ist unter dem Begriff "vegetabilisierte Metalle" bekannt. Was geschieht hier? Hier werden bestimmte Pflanzen mit bestimmten Metallen gedüngt, in der nächsten Vegetationsperiode wird die Pflanze vom Vorjahr als Kompost verwendet. Am Ende des dritten Jahres hat die Pflanze dank der Düngung mit Metallen neue Eigenschaften, die dann für bestimmte therapeutische Zwecke verwendet werden. Was ist geschehen? Das Metall wurde dank des Durchgangs durch die Pflanze wieder auf eine lebendige Stufe gehoben und kann dort sein eigentliches Wesen entfalten.

Ein Beispiel: Hypericum - das Johanniskraut - ist dafür bekannt, dass es Sonnenkraft gebündelt speichert. In der dunklen Jahreszeit - dem Winter - werden Johanniskrautpräparate dazu verwendet, dunkle Winterstimmung aufzuhellen, vor allem bei Depressionszuständen. Verstärken kann man nun diese Wirkung dadurch, dass die Pflanze über die genannten drei Jahre mit Gold gedüngt wird. Gold hellt das Herz auf!

Der geneigte Leser der VITASOPHIE.com wird bemerkt haben, dass ich immer wieder auf Rudolf Steiner und seine Anthroposophie zurückkomme. Das liegt daran, dass für mich, nach meiner Erfahrung, von allen Erkenntnisquellen die Anthroposophie die ergiebigste ist. Ich bitte um Nachsicht.

Aber auch andere Quellen lohnen sich, dass man sich mit ihnen beschäftigt. So finde ich (z.B.) im Zusammenhang mit den Eigenschaften der Metalle, und wie sie sich auf unsere Organe auswirken, auch die Mineralstoffe nach Dr. Schüssler äußerst interessant. Auch hier ist die Beziehung der Metallsalze zu den Organen und ihre therapeutischen Wirkungen das Thema.

Überhaupt denke ich, dass die verschiedenen Therapie-Richtungen viel enger miteinander zusammenarbeiten sollten!

Jedes Metall hat seine charakteristischen Eigenschaften, Wesenseigenschaften, oder -qualitäten. Ähnlich verhält es sich mit unseren Organen bzw. Organfunktionsbereichen. In anderen Worten: Jedes unserer Organe hat Eigenschaften, Aufgaben, die mit gewissen Eigenschaften der einzelnen Metalle in Beziehung stehen, mit ihnen verwandt sind. So kann man mit bestimmten Metallen auf bestimmte Organe heilend einwirken! Obiges Beispiel möchte ich daher wie folgt erweitern: die Sonne ist das Zentrum unseres Sonnensystems. Im Menschen befindet sich das Herz in der Mitte des Körpers. Das Metall, das die Sonnenkräfte repräsentiert, ist das Gold. So hat das Gold eine Beziehung zum menschlichen Herzen und wird therapeutisch bei Herzproblemen eingesetzt (Aurum).

So ist es auch mit den anderen Metallen und Organen des Menschen. Hier eine kurze, zusammenfassende Auflistung der Beziehung der einzelnen Metalle zu den Planeten und unseren Organen:

Saturn Blei Milz
Jupiter Zinn
Leber
Mars Eisen
Galle
Sonne Gold
Herz
Venus Kupfer
Nieren
Merkur Quecksilber
Lungen
Mond Silber Keimzellen-Ei-Zellen
In der griechischen und römischen Mythologie werden die Eigenschaften der Planeten und der Metalle ganz spezifischen '"Göttern" zugeschrieben. Wohl aus der Empfindung heraus, dass es sich um göttliche Eigenschaften handelt, die durch die Planeten und Metalle offenbart werden:
Planet griechisch lateinisch
Saturn Chronos Saturnus
Jupiter Zeus Jupiter
Mars Ares Mars
Sonne Apollo Apollo
Venus Aphrodite Venus
Merkur Hermes Merkurius
Mond Artemis Diana
So steht der Saturn / Chronos / Saturnus / das Blei für das Abgrenzende, auch zeitlich (Chronos).

Jupiter / der Göttervater Zeus / Zinn für Strukturbildung und -erhaltung (Zeus strukturiert und überwacht die Götterwelt).

Mars ist aggressiv, er ist der Kriegsgott. Eisen im Blut des Menschen macht den Menschen forsch. Wenn er zu schlapp ist, braucht er eben Eisen.

Die Sonne (Christussonne) vermittelt zwischen oben und unten, der Christus ist die vermittelnde und versöhnende Mitte zwischen allen Kräften im Kosmos. Mit dem Christus in uns und mitten unter uns (in der Menschheit) entsteht Balance. Die Weisheit des Goldes vermittelt Weisheit. Weisheit gleicht die Gegensätze aus. Der Christus ist nicht alleine, er hat die Weisheit, die Sophia an seiner Seite. Laut Rudolf Steiner strömen die Liebe (der männliche Aspekt im Göttlichen) und die Weisheit (das Weiblich-Göttliche) substanziell aus Christus-Sophia heraus. Und da wir Menschen Brüder und Schwestern des Christus und der Sophia sind, auch aus uns Menschen. Soweit wir das zulassen und leben wollen und können.

Die Venus / das Kupfer leitet Empfindungen (in der Technik leitet Kupfer z.B. Strom), hat auch die Eigenschaft des Umhüllens (kupferbedeckte Häuser und Turmkuppeln). Kupfer verbindet, das Wesen Kupfer / die Venus kann z.B. zwei Wesen verbinden!

Das Metall Merkur ist selbst in kaltem Zustand flüssig, es reagiert schnell. Der Gott Merkur reagiert ebenfalls schnell, er ist der Gott der Kaufleute, aber auch der Diebe, überall da, wo schnelle Reaktion gewünscht ist. Also auch der Gott der Börsen.

Und der Mond? Der Mond ist weiblich, die deutsche Sprache ist da nicht auf dem Laufenden. Die Franzosen sagen da, präziser: la lune (die Mondin). Die Italiener, Spanier (selbstverständlich auch die Spanierinnen): la luna. Genauso wie bei der Sonne, die in unserer deutschen Sprache weiblich ist (wer hat das denn so bestimmt?? Wohl irgend ein verbissener Patriarch). Die Sonne ist also männlich (Christus-Sonne). Dass die Mondin / Luna weiblich ist, kann man auch daran erkennen, dass sie reflektiert/spiegelt, nämlich das Licht der "Sonne", so wie die Göttin, die göttliche Sophia, dem göttlichen Vater seine Pläne/Absichten reflektiert und ihm sagt, was Sinn macht. Da haben wir noch Erkenntnisarbeit zu bewältigen. Die Luna also repräsentiert das Silber. Silber hat die Eigenschaft, zu reflektieren. Der Spiegel ist mit Silber beschichtet, dank des Silbers kann er reflektieren. Silber wird auch in der Fotographie verwendet, um Bilder zu vervielfältigen, Vervielfältigung ist auch im sexuellen Bereich das Thema. Daher die Verbindung Silber - Mond - sexueller Bereich des Menschen.

Der aufmerksame Leser dieses Artikels wird, hoffe ich, jetzt sagen: "den Zusammenhang zwischen den 7 Planeten, 7 Metallen, und 7 Organbereichen des Menschen habe ich verstanden. Aber: da fehlt doch noch was, im Zusammenhang mit der heiligen Zahl 12".

Die Evolution der Menschheit geht weiter, damit auch die Fähigkeit des Menschen, die Zusammenhänge des Menschen mit dem Kosmos zu verstehen. Schon der Christus-Jesus sagte: ich hätte euch noch viel zu sagen, aber noch ist nicht die Zeit dafür gekommen. Ihr würdet es noch nicht verstehen. So ungefähr.

Zu den zunächst erkannten 7 Planeten und ihren Wirkungen sind tatsächlich inzwischen 5 weitere erkannt worden. Rekapitulieren wir die vorhin erwähnten 7 Planeten:

Saturn Blei Milz
Jupiter Zinn
Leber
Mars Eisen
Galle
Sonne Gold
Herz
Venus Kupfer
Nieren
Merkur Quecksilber
Lungen
Mond Silber Keimzellen-Ei-Zellen

so können wir dank der inzwischen gewonnenen weiteren Erkenntnisse hinzufügen:

Erde Tellurium Haut (Augen, Ohren) also unsere irdischen Sinnesempfindungen)
Uranus Zink
Rückenmark, Zentrales Nervensystem
Neptun Alumina
Interstitium, Flüssigkeitshaushalt
Pluto Platin
Nervensystem
Transpluto Plutonium
Keimdrüsen, Chromosomen, Genetischer Code

Macht wieder 12. Wobei der Transpluto noch nicht entdeckt ist. Wenn er entdeckt wird, nennt man ihn vielleicht anders.

Die Metalle haben in erster Linie mit unseren Organen zu tun. In unseren Organen finden die lebendigen Prozesse der Nahrungsaufnahme, ihre Umwandlung, die Trennung der Kräfte von den Substanzen, das Ausscheiden der Materie, statt. In den Organen herrscht also Aktivität: fließen, durchdringen, umwandeln, im Stoffwechsel brodelt und kocht es, da geht es "ätzend" zu, aggressiv. In dieser lebendigen Aktivität liegt die Verwandtschaft unserer Organe mit den Planeten. Auch diese wirbeln durch unser Sonnensystem, auch da geht es rasant zu. Mit System und Ordnung.

Wenn wir dagegen in die Welt der Fixsterne schauen, haben wir den Eindruck, da herrscht eher Ruhe. Sie strahlen und funkeln, scheinen sich aber nicht zu bewegen, sie sind irgendwie fixiert. Einen ähnlichen Eindruck haben wir von einem Menschen, z.B. einem Wanderer, der eine Pause macht und auf einem Aussichtspunkt in der Landschaft steht und sich konzentriert die Gegend anschaut.

Offensichtlich ist der physische Körper der Menschen, wie er da quasi unbeweglich auf dem Aussichtspunkt steht (meinetwegen auch unbeweglich auf dem Sofa vor dem Fernseher ausgestreckt verharrt) etwas anderes als das, was sich in ihm abspielt.

So, wie ein Kochtopf auf einer heißen Kochplatte, der äußerlich einen ruhigen Eindruck macht (bis auf den Dampf), aber, was da drinnen vor sich geht, was da kocht, entzieht sich unserer Beobachtung. Erst das Ergebnis interessiert uns.

Was in dem Menschen drinnen kocht, wie unsere Organe (Leber, Lunge, Niere, Milz, usw.) mit der Materie umgehen, sie umwandeln, entspricht der Beweglichkeit der Planeten. Anders verhält es sich mit der Strukturierung, Gliederung des physischen Körpers in seine Funktionsbereiche. Hier haben wir es mit dem Wesen der Fixsterne zu tun. Die Fixsterne vermitteln feste Struktur.

Während sich der Embryo im Mutterleib entwickelt, bewirken die Kräfte des Tierkreises den Aufbau, die Strukturierung des physischen Körpers des Kindes. Jedes der 12 Tierkreiszeichen repräsentiert einen der 12 physischen Körperregionen des Menschen:

Tierkreis Der Mensch, physisch
Widder: Hauptregion; Aufrechtheit
Stier: Kehlkopf, Sprachorgan
Zwillinge: Schultern, Arme, Hände; das Symmetrische
Krebs: Brustkorb; Abgeschlossenheit gegenüber Außenwelt
Löwe: Herz; Inneres, sich Abschließendes
Jungfrau: Verdauungsorgane; Inneres in leiblicher Beziehung, ohne Beziehung zur Außenwelt
Waage: die Hüften
Skorpion: Fortpflanzungsorgane
Schütze: Oberschenkel
Steinbock: Knie
Wassermann: Unterschenkel
Fische: Füße

Auf unseren unterschiedlichen Daseinsebenen äußert sich das Leben unterschiedlich, aufgrund der unterschiedlichen Äußerungsmöglichkeiten, bedingt durch die unterschiedlichen Verdichtungsverhältnisse.

Wir schwingen auf unserer geistigen Ebene, der Ich-Ebene, so schnell, wie wir es in Zahlen kaum ausdrücken können. Selbst auf der seelischen Ebene, der Ebene der Farben und Klänge, sind die Schwingungszahlen, oder Frequenzen, kaum nachvollziehbar. So schwingen die Farben, unterschiedlich, je nach Helligkeit, in einem Bereich ab ca. 400.000.000 in der Sekunde!

Lassen wir uns nicht abschrecken! Schwingen wir einfach durch unser Leben!

Aber was heißt das?

Auf der geistigen Ebene schwingen, heißt: an der Welt, an der Menschheit, an der Natur interessiert sein. Interessen, Hobbys, Kreativität entfalten.

Auf der seelischen Ebene: Lebensfreude entfalten, dem Ich sagen, dass denken, planen nicht alles ist, auch Empfinden, Genießen ist wichtig. In Maßen, selbstverständlich. In Harmonie und Balance.

Auf der physischen Ebene: sich bewegen, unterwegs sein. Auf dem Fahrrad, auf den Skiern, im See schwimmen, wandern, sich mit Freunden treffen.

Der Mensch, der auf allen Ebenen schwingt, ist ein gesunder Mensch.

Zum Abschluss, zusammenfassend, einige weitere, ergänzende Erkenntnisse im Zusammenhang mit der heiligen Zahl 12, deren Vertiefung den Rahmen der vitasophie.com sprengen würde:


* * * * *

In der Apokalypse des Johannes wird von den "24 Ältesten" gesprochen, dies sind die 2 x 12 göttli-chen Kräfte, vor dem Thron des Vatergottes versammelt: 12 "alte" und 12 "neue", umgewandelte Kräfte.

Diese 12 Ichkräfte finden wir durch den Tierkreis repräsentiert. Jedes Tierkreiszeichen hat 2 Aspekte, einen negativen und einen positiven, anzustrebenden. Beispiel: Der spirituelle Fisch hat zu lernen, statt in trüben Gewässern unbewusst herumzuschwimmen, seine Spiritualität in Klarheit und Selbstbewusstsein zu leben. Und genauso ist es mit den anderen 11 Tierkreiszeichen: jeder Mensch, jeder gemäß seinem Zeichen, unter dem er geboren wurde, ist aufgefordert, seine unbewusste, einseitige ("böse") Lebensweise umzuwandeln und damit zu beginnen, sein Leben bewusst, klar und mit Überblick neu zu gestalten. In dem Maße, in dem ihm das gelingt, wird auch im ganzen Kosmos alles neu.

Die 12 ist die Zahl des Raumes (die Zahl 7 steht für die Entwicklung in der Zeit). Die 12 Tierkreiszeichen sind im Raum angeordnet. Der Raum ist das Reich der Göttin, der Sophia. In diesem Raum ist das Vatergöttliche das Zentrum, wie in den Mandalas dargestellt.

12 Gotteskräfte finden wir auch in 12 Edelsteinen. In der Apokalypse des Johannes wird geschildert, wie vom vatergöttlichen Thron 12 Kräfte von 12 Edelsteinen ausstrahlen (der Vatergott hat hier noch keine menschliche Form). Diese Kräfte von 12 Edelsteinen sind dann auch wiederum die Kräfte, die die Grundlage des "Neuen Jerusalems" ausmachen, das Fundament der zukünftigen Menschheit in ihrer weiteren Evolution (das Reich Shamballah, nach dem man sich in asiatischen Kulturen sehnt).

Die 12 Edelsteinkräfte können zur Heilung bei Erkrankungen des physischen Leibes verwendet wer-den. Der physische Leib des Menschen ist das Ergebnis des vatergöttlichen Denkens, wir können also am physischen Leib das göttliche Denken, die göttlichen Prozesse studieren. Der physische Leib des Menschen wird auch als der Tempel Gottes bezeichnet. Gott hat sich mit dem menschlichen Leib eine Möglichkeit geschaffen, auch in den materiellen Welten präsent zu sein, und das für alle Ewigkeit, denn der physische Leib des Menschen ist an und für sich zur Unsterblichkeit veranlagt, er ist ein unsichtbarer, oder undurchsichtiger, Kräftezusammenhang. Der Christus hat den physischen Menschenleib durch die Auferstehung unsterblich gemacht.


Das Höhere, oder Gesamt-Ich des Menschen ist die Summe der 12 Ichkräfte. So ist es auch zu verstehen, wenn es heißt, dass der Christus - die Summe der Menschen-Iche - von 12 Jüngern umgeben war.

Das Weibliche im Menschen, seine Seele, seine individuelle Maria-Sophia, reflektiert also die 12 Ich-Kräfte. So wird auch Sophia, die Weltenseele, das Weibliche in der Gottheit, umgeben von den 12 Bodhisattvas. Die 12 Bodhisattvas kann man als "Menschheitslehrer" bezeichnen, sie treten in der Evolution nacheinander auf und haben die Aufgabe, die verschiedenen (12) Aspekte der Liebefähigkeit zu lehren. Der letzte Bodhisattva war derjenige, der sich dann zum Gautama Buddha weiter entwickelte. Der nächste Bodhisattva wird der Bodhisattva Maitreya sein.

Die Zwölf gilt seit jeher als eine heilige Zahl von erhabener Vollkommenheit (und Fülle).

In den Sagen und Märchen: zwölf Prinzen / zwölf Brüder, Lilien oder Raben / zwölf Jäger und zwölf Jungfrauen und zwölf Söhne der armen Witwe.

Auch die von Homer aus Mysterienwissen geschilderte Fahrt des Odysseus steht im Zeichen der Zwölf: an zwölf Stationen führt ihn in zwölf Schiffen sein Schicksalsweg vorüber, bis er in Ithaka, der dreizehnten, in die (geistige) Heimat zurückfindet. Ein einziger Schulungsweg ist es, gleich dem des Herakles, der zwölf Arbeiten zu bewältigen hat.

Der kosmische Charakter der zwölf wurde im Erleben des Tierkreises von den Chaldäern erkannt, der im Mittelpunkt ihrer hohen Mysterienkultur stand. Sie wurde von den Babyloniern übernommen, diese hatten die lebhafte Empfindung, daß der Makrokosmos sich, diesen prägend, in den Mikrokosmos ergieße, wodurch der Erdenmensch zu einer Nachbildung der himmlischen Gesetzmäßigkeit geworden ist. - So wurde die Zwölf die Grundzahl des babylonischen Zahlensystems, das in ganz Europa maßgebend blieb, bis es erst in neuerer Zeit vom Dezimalsystem abgelöst wurde.

Erben der Babylonier wurden die alten Hebräer, bei denen die Zwölf in so hohem Ansehen stand, daß sie als die heilige Zahl Israels angesehen wurde.

Den 12 Söhnen Jakobs entsprachen die 12 althebräischen Stämme;
12 "kleine" Propheten gab es und
12 Brunnen bei Elim (2.Mose 15,27);
Die Offenbarung des Johannes klingt aus wie eine Symphonie der Zwölf.

In Ialien, wo sie bis ins 4. Jahrhundert v.Chr. eine führende Stellung innehatten, gründeten die Etrusker einen zwölfgliedrigen Stadtstaatenbund. Von ihnen dürften die Römer die Zwölf als Symbol übernommen haben; wir denken an

die Zwölf-Tafel-Gesetze, die fasces;
das zwölffache Rutenbündel als Sinnbild der königlichen, später der konsularischen und prätorianischen Amtsgewalt.

Und weiter: zwölf Griechengötter thronten am Olymp, zwölf Wohnungen waren den Asen auf Asgard bereitet.

Immer ist es das überall waltende Göttliche, das, aus den kosmischen Höhen des Tierkreises herabstrahlend, in der Zwölfheit erlebt wird.

Plato empfand denkend das Weltall in der Form eines Zwölfflächners (Dodekaeders). Also ähnlich einem Fußball mit 12 Flächen.

* * * * *


Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.


* * * * *

Das Neue entsteht nur durch die Menschen.


* * * * *

Man sollte das Messbare messen
und das Nichtmessbare nicht ignorieren.


* * * * *

Frei sein bedeutet:
aus Erkenntnis zu handeln.


* * * * *


Aus Trennung zu den Dingen entsteht Bewusstsein. Allein sein macht wach.

* * * * *

Meister Eckehart:

Das schnellste Pferd, das uns zur Vollkommenheit trägt,
ist das Leiden.


* * * * *

Christian Morgenstern:

QUELLEN DES LEBENS

Quellen des Lebens fühl ich in mir springen,
Quellen uralten Lebens.
Quellen des Lebens hör ich in mir singen:
Nichts ist vergebens! Nichts ist vergebens!

Tief aus Chaos führt der Weg alles Strebens
hoch zu Gott in tausend Spiralenringen...
Gott selbst bist du auf Vogel-Phoenix-Schwingen
ewig neuen zu dir selbst Erhebens.

Höher immer, bis zum Unfaßbaren,
lebst du dich die Leiter der Möglichkeiten -
bis du dein in deiner unendlichen Fülle

inne wirst. Herr dann der Gestirnheerscharen,
in dir, Welt-Ich, dann alle Räum` und Zeiten,
Ewigkeit allein dann noch deine Hülle!

* * * * *