VITASOPHIE

Gott; das Göttliche im Menschen


Das Verständnis Gottes hängt vom Stand der Entwicklung des Einzelnen bzw. der Menschheit ab

Wenn wir gefragt werden, oder im fortgeschrittenen Falle sogar anfangen, uns selbst zu fragen, wer oder was Gott ist, geraten die meisten von uns zunächst einmal spontan ins Grübeln.

In der Schule hat man uns über dieses Thema wenig beigebracht. Wenn Eltern in der Lage sind, mit ihren Kindern über Gott und die Welt zu sprechen, dann ist das schon als eine Gnade zu betrachten. Die weltweiten religiösen oder kulturellen Einrichtungen, die tiefgründige und umfassende Auskunft geben können sollten, hüllten sich bisher mehr oder weniger in Schweigen. Entweder, weil sie selbst nichts Genaues wussten, oder aber weil es bisher noch nicht an der Zeit war, ein Wissen um diese Zusammenhänge zu verkünden. Weil die Menschen generell noch nicht in der Lage waren, solche tiefen und weiten Wahrheiten zu verstehen.


Die Zukunft hat schon begonnen

Diese ausgeprägte Ahnungslosigkeit hat ihre Ursache darin, dass erst heute, in den ersten Jahren des 3. Jahrtausends unserer Zeitrechnung, die Menschen allmählich ein Interesse an und ein Bewusstsein für die Hintergründe des Menschseins entwickeln. Allerdings ist dieses Bewusstsein - Gott sei Dank - zur Zeit dabei, sich weltweit rapide zu entfalten. Was aber nicht einfach ist, denn es gilt für den einzelnen Menschen, den Willen zu haben und sich die Mühe zu machen, sich umfassend zu informieren, die echten und wahrheitsgemäßen Quellen zu finden und alte, verkrustete, aber noch sehr starke Machtstrukturen zu erkennen und zu überwinden.

Das Wissen um den Ursprung des Menschen und seinen Zusammenhang mit seinem göttlichen Ursprung ist durchaus vorhanden. Allerdings ist es nicht einfach, sich in dem riesigen "esoterischen" Angebot auf dem Bücher- und Seminarmarkt zurecht zu finden. Da wird vieles behauptet und mit Superlativen schmackhaft gemacht. Eine erste Orientierung kann der Blick auf die Kosten sein, die da auf einen zukommen, wenn man auf so manches vollmundig angepriesene Angebot eingeht. Dem aufmerksamen Blick entgeht es nicht, ob es um "Dienen" oder "Geschäftemachen" geht.

Wer das Göttliche im Kosmos, in der Welt und vielleicht sogar in sich selbst sucht, kann entdecken, dass dieses Göttliche nicht irgendwo da draußen, im Kosmos, im Universum, oder wer weiß wo, zu suchen ist, also irgendwo außerhalb des Menschen. Sondern: Gott ist Mensch geworden, in Christus, und daher in uns Menschen selbst anwesend, soweit wir das Göttliche in uns zulassen und es ihm erlauben, durch uns sich zu entfalten und in der Welt zu wirken.

Hat Gott ein Gesicht?
Gott hat so viele Gesichter, wie es Menschen gibt.

Hat irgend eine Religion Gott für sich gepachtet? Jede Religion bringt das Göttliche auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck. Gott hat so viele Aspekte, wie es religiöse Aspekte gibt. Alle gilt es zu erleben, durchleben und zu entwickeln. Gott selbst ist es, der das durchmacht, in und durch uns. In und durch uns Menschen, die wir Söhne und Töchter göttlichen Ursprungs sind.

In dem Maße, wie wir uns dieses Zusammenhanges bewusst sind, immer bewusster werden, fangen wir an, mehr darüber wissen zu wollen. Und je mehr wir darüber wissen, haben wir immer mehr das Bedürfnis, dieses Göttliche zu leben. Das Bedürfnis, das Göttliche zu leben, ist das Christusbewusstsein. Da Christus der Schöpfer ist, das Leben selbst - die Quelle des Lebens, die Quelle des Wassers des Lebens - und "überschäumende Liebe" (Rudolf Steiner), erkennen wir das Christusbewusstsein in einem Menschen daran, dass dieser die Welt, die Menschheit, sein eigenes Menschsein liebt, schöpferisch tätig ist, Lebendigkeit ausstrahlt.

Aber noch hat das Christusbewusstsein viel Mühe, sich die Menschenherzen zu erobern. Noch stecken wir sehr in alten Strukturen und Mustern aus der Vergangenheit - eine Vergangenheit, die viele Jahrtausende umfasst - , und nichts ist so schwer wie alte Muster/Gewohnheiten zu verändern! Es geht uns doch oft so, dass wir plötzlich eine wunderbare, das Leben verändernde Erkenntnis erleben - und morgen haben wir es schon wieder vergessen. Die Umwandlung von Gewohnheiten, das Neustricken von Mustern, ist ein langer Prozess. Und hier gilt: es ist besser, kleine Schritte zu tun, als von großen Schritten zu träumen. Dieser Prozess erfordert also tägliches wiederholtes - oft anstrengendes - Üben.


Üben, üben, üben

Dieses tägliche Üben ist verbunden mit Problemen, Schwierigkeiten, Schmerz und Leid. Ein tiefes, weites Thema für sich, das es aber lohnt, dass man sich damit befasst. Wenn man erkennt, welcher Sinn dahinter steckt, ist es möglich, Motivation und sogar Lebensfreude zu erleben, wenn man Probleme erkannt und bewältigt hat, statt zu verzweifeln.

Kommen wir mit dem Christusbewusstsein der Wahrheit näher? Ganz gewiss, es ist dafür die Voraussetzung. Aber der Prozess ist ein langer - und er wird nie beendet sein, in alle Ewigkeit nicht. So "wie der Weg das Ziel" ist, ist die Menschheitsentwicklung der Weg des Menschen. Es gibt nur ein ewiges, göttliches Sein für uns, das wir aber im Laufe unserer Entwicklung immer besser verstehen und immer bewusster und liebevoller leben und gestalten können. Schritt für Schritt, von Erfahrung zu Erfahrung, von Erfolg (wenn es gut geht) zu Erfolg.


Sind wir Herren oder Knechte?

Paulus sagt, dass der Christus sagt, dass er nicht mehr der Herr ist und wir seine Knechte, sondern - und das ist eben das Neue in der Menschheitsentwicklung - er ist jetzt unser Bruder und Freund!!! Jawohl, drei Ausrufezeichen. Was bedeutet für uns diese Aussage? In dem Verhältnis eines Herrn zu seinem Knecht gibt der Herr die Anweisungen, der Knecht tut, was ihm befohlen wird. Er hat ja keine Verantwortung, die trägt der Herr. Dafür kann dieser befehlen. In dem - neuen - Verhältnis Bruder zu Bruder, oder Freund zu Freund, übernimmt der Freund und Bruder mit die Verantwortung. Er ist jetzt frei, aber auch mit verantwortlich. Für uns Menschen bedeutet das, dass wir jetzt mitverantwortlich sind für die Erhaltung unseres Planeten Erde, für die Tier- und Pflanzenwelt!!


Es gibt keine Perfektion, nur ständige Veränderung.

Ein weiser Mensch sagte einmal: nichts ist so beständig wie die Veränderung! - Der Begriff "Perfektion" kommt aus der französischen Sprache: "parfait" = "fertig gemacht". Aber: nichts ist je fertig. Daher kann auch niemand behaupten, "die Wahrheit zu besitzen". Jede Erkenntnis von Wahrheit geht zunächst einmal durch das Filter des Verständnisses des einzelnen Menschen. Wenn er es einigermaßen verstanden hat und es anderen Menschen mitteilen will, muss es noch durch das Filter seines Ausdrucksvermögens. Und das ist auch noch sehr unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Es gibt noch mehr Filter: Kultur und Geschichte eines Volkes, Erziehung, Umwelteinflüsse, Zustand der Politik und Wirtschaft, ...

Damit berühren wir den Sinn des Menschseins, das Warum der Menschheitsentwicklung.


Warum hat uns Gott nicht im Paradies gelassen?

Da hatten wir es doch so schön! - Oder doch nicht?

Doch, wir hatten es schön und angenehm. Aber das war uns nicht bewusst! So wie ein Fisch sich im Wasser wohl fühlt, es ihm aber nicht bewusst ist. Erst wenn er - vom Angler herausgezogen - im Gras zappelt und ihm die Luft und das Wasser ausgehen. Der Fisch leidet, hat aber kein Bewusstsein von seinem Leiden - weil er kein Selbstbewusstsein hat.

Das unterscheidet den Menschen vom Fisch, vom Tier generell: der Mensch hat Selbstbewusstsein, weil sein eigenes Selbst ein Teil des göttlichen Selbstes ist. Das Denken, der Gedanke, ist eine Eigenschaft des Vatergottes. Da wir mit unserem Selbst, oder Ich, von ihm abstammen, gehört das Denken also zu unserem (göttlichen) Erbgut.

Deshalb fangen wir in schwierigen, schmerzlichen Situationen an zu denken, durch das Denken kommen uns Erkenntnisse, dank dieser Erkenntnisse fangen wir an, das zu verändern, was zu den Schwierigkeiten geführt hat. Dank vieler Erfahrungen, und damit Erkenntnissen im Leben verändern wir unser Wesen, unsere seelische und geistige Einstellung zum Dasein, auch im Verhältnis zu unseren Mitmenschen und zur Natur, leben unser Leben immer bewusster, achtsamer, rücksichtsvoller, denken im Voraus an die Konsequenzen. Die dafür notwendigen Erfahrungen sind uns nur in der Materie möglich, in der geistig-seelischen Welt können wir nicht mit dem Kopf gegen die Wand rennen, das geht nur auf der Erde, in der Materie, dazu wurde sie geschaffen.

Der Sinn der Menschheitsentwicklung in Kurzform: raus aus dem Paradies, wo wir nicht denken, noch leiden, noch Probleme überwinden mussten - auch nicht konnten. Rein in die Materie, Leiden, Schmerzen, Krankheiten durchmachen, dadurch zum Denken gezwungen werden (ohne eine gewissen Zwang oder zumindest Druck sind wir nicht bereit, uns anzustrengen, normalerweise - wer kennt das nicht?), durch Denken und Erfahrungen "gehen uns Lichter auf" - "es werde Licht " - wir entwickeln uns hin zu Selbstständigkeit und Freiheit, bis wir eines Tages in der Lage sind, die göttliche Liebe und Weisheit bewusst und achtsam zu leben.

Liebe kann auch blind sein, und das war sie in der Vergangenheit.

Ich versuche mit diesen Ausführungen den Menschen, die gerade schwierige Zeiten durchmachen, etwas zu trösten und ihnen Mut zu machen. Hinter all den Problemen steckt ein tiefer Sinn.

Das Menschsein ist etwas Großartiges, packen wir's an! Und trösten und helfen wir einander, dann geht es wesentlich leichter. Dazu sind wir übrigens auch verpflichtet, denn wir sind - alle Menschen - eine große Familie, Geschwister. Es geht auch nicht um die Entwicklung einzelner Menschen, es geht um das Vorankommen der ganzen Menschheit.

Früher kam es vor, dass sich Einzelne auf einen Felsvorsprung setzten und darauf warteten, Erleuchtung zu erlangen. Sie hofften, dank der Erleuchtung dann von der Erde entschweben zu können und nicht mehr die Problem zu haben, die einen "normalen Menschen" plagen. Aber was geschieht hier tatsächlich in der Praxis? Wer sich aus der Menschheit ausgrenzt, entfernt sich dem Göttlichen! Es folgt ein Absturz, anstelle von Erhebung. In einem nächsten Erdenleben muss dieser Mensch wieder ziemlich von vorne anfangen, und viele Erfahrungen sammeln.

Wir Menschen müssen zusammenhalten. Es geht um die Entfaltung des Göttlichen auf der Erde - in der Menschheit - aber auch im gesamten Universum. Die ganze Menschheit soll einmal sein eine große Gemeinschaft von lauter interessanten, selbstständigen, freien Individuen, die achtsam und liebevoll mit einander umgehen und das Universum neu gestalten, dessen Substanz Liebe und Weisheit ist.

Nochmal: Gott hat viele Gesichter, auf der physischen Ebene braune, weiße Haut, welche Farbe auch immer; er hat blonde, braune, schwarze Haare, spricht alle Sprachen, ist in allen Kulturen zu Hause. Soweit er eben von den Menschen in den vielen Kulturen zugelassen und gelebt wird. Jeder Mensch geht seinen persönlichen, individuellen Entwicklungsweg, den Gott zusammen mit dem einzelnen Menschen geht. Das Ziel liegt noch in weiter Ferne.

Gerne möchte ich bei dieser Gelegenheit eine zusammenfassende Aussage des Dänen Martinus Thomsen erwähnen, was wir unter Gott verstehen können.

Er sagt, sinngemäß, dass das ganze Universum aus Mini-Bewusstseinpartikeln besteht. Sehr viele Mini-Bewusstseinspartikel ergeben ein größeres Wesen, mit entsprechend größerem Bewusstsein.

So besteht der Mensch aus Milliarden von Zellen = Bewusstseinpartikeln; Milliarden von Menschen bevölkern ein Sonnensystem; Milliarden von Sonnensystemen bilden eine Galaxie; Milliarden von Galaxien sind der Körper Gottes.


Ist Gott allmächtig oder nicht?

Diese Frage ist ein theologisches Problem:

  • Wenn Gott allmächtig ist, wieso lässt er dann so viel Elend und Not, all die Kriege, usw. zu?? Wenn er allmächtig ist, und das alles zulässt, wo bleibt denn dann die göttliche Liebe?? Liebt er seine Kinder nicht?
  • Wenn Gott seine Kinder und seine Schöpfung liebt, aber es passiert so viel Schreckliches, dann vielleicht deshalb, weil ist er nicht allmächtig ist??
  • Oder aber Gott ist allmächtig, und hat einen triftigen Grund dafür, dass er all das Schreckliche zulässt?

Der Leser ahnt es schon, dass diese letztere Möglichkeit am ehesten zutrifft. Aber nicht nur lässt Gott das alles zu, sondern er ist ja sogar der Ursprung aller Evolutionsideen, er selbst organisiert sich seinen Kosmos auf diese Weise, mit der Vision dass seine Liebe immer differenzierter, feiner und bewusster von den Menschen, die sein Ebenbild sind, gelebt wird. Der einzige Weg, der zu diesem Ziel führt, ist der uns vertraute mühsame Weg durch die Materie.

In der Bibel, im Neuen Testament, gibt es den Hinweis: Ihr seid Götter! Ein einzelner Mensch ist natürlich nicht Gott. Aber jeder Mensch ist ein Gottessohn/-Gottestochter, auf dem Weg zum Göttlichwerden. Jeder Mensch trägt in seinem Inneren einen Funken aus dem göttlichen Feuer, der darauf brennt, sich zu einem Feuer zu entwickeln.

Gibt es einen Unterschied zwischen Gottessohn und Gottestochter? Wenn wir Menschen Gottessöhne und -töchter sind, also männlich und weiblich, und wir ein Abbild Gottes sind, würde es ja auch im Kosmos einen Gott und eine Göttin, Männliches und Weibliches, geben müssen!

In der Genesis heißt es: Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde: männlich und weiblich! Für mich ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass eben auch die Gottheit männliche und weibliche Qualitäten hat.

Darüber mehr in weiteren Beiträgen.


Was unterscheidet den Menschen vom Tier?

Der Mensch ist das einzige Wesen im Kosmos, das Geist und Materie verbinden kann. Der Mensch ist voll und ganz in der Materie anwesend. Diese Weisheit kann sicher schon mal jeder bestätigen. Es geht aber noch weiter: in dem Maße, wie der Mensch das Göttliche in sich zuläßt, ist auch das Göttliche in der Materie anwesend und kann diese umgestalten, verwandeln.

Jede Kreatur harrt darauf, daß der Mensch sich ihr zuwendet, sie erlöst und ihr zu einer Weiterentwicklung verhilft, ebenfalls in Richtung Menschwerdung, denn dieses ist das Ziel der Entwicklung des Kosmos.

Tiere sind auf der seelischen Ebene unsere Geschwister. Das erkennen wir leicht an unseren täglichen Übungen, tierische Eigenschaften in unserer Seele (Triebe, Instinkte, Leidenschaften, aufwallende Emotionen) in Menschliches umzuwandeln. Menschlich heißt: mit Ruhe und Distanz auf die Probleme und Herausforderungen schauen, uns über unsere Reaktionen im Klaren sein, nicht Fressen und Gefressenwerden sind unser Thema, sondern liebevoll und rücksichtsvoll miteinander umgehen.

Wenn uns dieses Menschwerden gelingt, können wir den Tieren bei ihrer Weiterentwicklung helfen. Es ist ja schon interesssant, zu beobachten wie Haustiere, Hunde z.B., sich ihrem Herrchen oder Frauchen anpassen, sogar oft schon menschliche Züge annehmen.

Was das Tier also vom Menschen unterscheidet, ist, dass das Tier kein individuelles Ich hat. Daher kann es nicht nachdenken, sondern nur instinktiv reagieren, es kann keine Zusammenhänge übersehen, nicht planen, keine individuelle Verantwortung für sein Tun übernehmen.

Die Aufgabe des Menschen ist es also, sich dem Tier gegenüber liebevoll und achtsam zu verhalten, ihm ein Vorbild sein, daran lernt das Tier. Und wie verhalten sich heutzutage vielfach die Menschen den Tieren gegenüber? Wir Menschen haben an der Tierwelt viel gutzumachen. Ich verzichte darauf, Beispiele aufzuführen.

Es ist die Anwesenheit des Schöpfers selber im Menschen, die diesen zu Achtsamkeit und Liebe führt.

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Im gütigen Menschen geht Gottes Wesen über die Erde.
(unbekannter Verfasser)


Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt, und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
nur wer bereit zum Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.

Hermann Hesse

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Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.


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Des Lebens Mühe lehrt uns allein des Lebens Güter schätzen.
Goethe

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Fühlst du dich von jemand beleidigt, so stellst du dich geistig unter ihn.


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Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis.


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Begegne ich einem Menschen und tadle ich seine Schwächen, so raube ich mir höhere Erkenntniskraft; suche ich liebevoll mich in seine Vorzüge zu vertiefen, so sammle ich solche Kraft.
Rudolf Steiner

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Der Mensch wird durch das Leid gehärtet, um das Glück erst ertragen zu können, so wie der Ton in Feuer gebrannt wird, um Wasser fassen zu können.
Augustinus

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Es ist besser, allein auf einem stacheligen Kaktus zu sitzen, als zu sechst auf einem Kissen.
Mexikanisches Sprichwort


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Erbitte Gottes Segen für deine Arbeit, aber verlange nicht auch noch, daß er sie tut!


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Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind! Wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat.
Ebner Eschenbach

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It is better to have loved and lost than never to have loved at all.


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Überlege einmal, bevor du gibst; zweimal, bevor du annimmst; und tausendmal, bevor du verlangst.
Ebner-Eschenbach

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