VITASOPHIE

Home - Einführung


Lieber Leser und an der Gesundung der Menschheit und der Welt interessierter Mitmensch,

es ist an der Zeit,

sich über den Sinn des Lebens Klarheit zu verschaffen, und darüber, welche nächsten Schritte zu tun sind, damit das, was sich die Menschheit bisher an Entwicklung errungen hat, nicht verloren geht. Ich denke, darüber sind wir uns alle einig.

Wenn wir uns in stillen Augenblicken, in Momenten der inneren Einkehr, unsere persönliche Lebenssituation anschauen, und dann weiter hinaus blicken in die Welt und uns bewusst wird, was alles so abläuft, graust es uns zunächst einmal.


Kriegt der Zug der Menschheit noch die Kurve?

Wir erkennen, und diese Erkenntnis ist schon mal ein erster, wichtiger Schritt: da muss Einiges geschehen, wenn der Zug der Entwicklung der Menschheit - um ein Bild zu verwenden - nicht in den Abgrund rasen soll. Und "rasant" geht es ringsherum zu: alles muss noch schneller, noch effizienter geschehen, wir leben in einer Zeit der ständigen Steigerung der Superlative und Anforderungen. Das "Menschsein" geht aber dabei allmählich drauf.

Glücklicherweise dürfen wir aber auch die ermutigende Erfahrung machen, dass parallel zu den menschenverachtenden und die menschlichen Werte abbauenden Ereignissen in der Welt immer mehr Menschen bereits dabei sind, sich darüber zu informieren, was eigentlich wichtig ist im Leben, wie wir miteinander soziale Probleme lösen können. Das Wissen, wie das realisiert werden kann, ist durchaus da. Und die Menschen, die es tun wollen, sind es auch. Die müssen sich jetzt finden, sich zusammentun und die Zukunft gestalten.

Was macht das "Menschsein" aus? Darum soll es in dieser Homepage gehen, nämlich um die Erkenntnis und Darstellung des Sinnes des Lebens, unseres Daseins, im Rahmen unserer derzeitigen Erkenntnisfähigkeit, die sich ja auch im Laufe der Zeit wandelt, sich erweitert. Es geht um Lebensweisheit. Daher der Name dieser Domäne: VITASOPHIE.


Balance aus der Mitte

Der Begriff VITASOPHIE ist als Arbeitstitel zu verstehen. Ich lege sonst großen Wert darauf, Begriffe aus unserer schönen deutschen Sprache zu verwenden, möglichst keine Fremdwörter. Dies auch aus dem Grunde, weil ich sowohl das Verständnis, den Intellekt der Menschen erreichen möchte, aber vor allem auch die Herzen. Deshalb versuche ich auch, Bilder und Beispiele aus der Praxis zu bringen, worin sich jeder auf seine eigene Weise erkennen kann. Theorie ist sehr wichtig, aber die Praxis genauso. Beide müssen sich ergänzen, damit Balance entstehen kann. Diese Balance wird in allen meinen Beiträgen eine wichtige Rolle spielen und in ihren vielen Aspekten beleuchtet werden.

Die Balance zwischen
- zu viel und zu wenig;
- zu heiß und zu kalt
- männlich und weiblich;
- Yang und Yin;
- Denken und Fühlen;
- Angst und Übermut, oder Übertreibung;
- Armut und übertriebenem Reichtum;
- usw., usw.

Die richtige Balance bedeutet auch Gesundheit.

Wir kommen in Anbetracht des Zustandes unseres Planeten und der Menschheit nicht darum herum, uns unser Leben, unsere Lebensumstände neu, bewusst, zu organisieren.


Männliches und Weibliches im Gleichgewicht

Unser Bewusstsein ist unser Weibliches, unsere Seele, auch die große Seele im Kosmos, wo unsere Heimat ist: ihr Name ist Sophia - Weisheit. Nach Zeiten des Patriarchats, des einseitig übertriebenen Männlichen, ist die Sophia, das Weibliche, jetzt groß im Kommen. Die schlimmen Erfahrungen, die die Menschheit durchgemacht hat, und noch durchmacht, zeigen uns, wohin Einseitigkeiten führen.

Welche sind die charakteristischen Merkmale, Ausdrucksweisen eines übertriebenen Männlichen? Eine typische männliche Eigenschaft ist der Tatendrang, der, wenn er einseitig übertrieben wird, zu Machtausübung, Beherrschen wollen, Kriegen, Unterdrückung, Aggressivität führt. Hier ist Weisheit dringend als Ergänzung erforderlich.

Das Weibliche - die Seele - ist dem Männlichen - dem Ich - ein Spiegel.

Übrigens, wenn ich von "männlich" und "weiblich" spreche, meine ich damit nicht den "Mann" oder die "Frau". Männliches und Weibliches sind in jedem Menschen anwesend, ob Mann oder Frau. Jeder Mensch kann Initiative ergreifen (eine männliche Eigenschaft) und hat eine Gefühlswelt (das Weibliche). Beide sind in jedem Menschen unterschiedlich angelegt und treten dadurch unterschiedlich in Erscheinung. Generell ist es auch so, dass beim Mann das Männliche stärker ausgeprägt ist, und bei der Frau das Weibliche. Es ist aber auch oft umgekehrt: Frauen können sehr männlich auftreten, Männer sind manchmal gefühlvoller als so manche Frau. Was wir also anstreben sollten, ist die sinnvolle Balance zwischen männlich und weiblich.

Es werde Licht!

Um uns herum und überall auf der Welt wächst bei den Menschen das Bewusstsein und das Interesse an den Hintergründen und Zusammenhängen unseres Menschseins. Was sehr erfreulich und ermutigend ist, bei allem, was in Politik und Wirtschaft abläuft. Vor wenigen Jahren ging das los mit der Aufdeckung von "schwarzen Konten", dann erfuhr die Öffentlichkeit von "kostenlosen Flugreisen" so mancher Politiker. Jetzt sind zweite und dritte Nebeneinkommen von Politikern und die maßlos übertriebenen Gehälter in Vorstandsetagen in Wirtschaftsunternehmen im Gespräch. Ja, es kommt jetzt alles hoch, ans Licht! Das ist unsere Zeit, es ist spannend, aber auch anstrengend, aber lohnend in Bezug auf die Weiterentwicklung der Menschheit. Und um die geht es!

Die Inhalte meiner Beiträge sollen nicht belehren. Das würde auch keinen Sinn machen. Jeder Mensch birgt in den Tiefen seiner Seele alle Weisheit des Kosmos, die bringt er in seinem Unterbewusstsein in dieses Erdenleben mit. Aber diese unterbewusste Weisheit soll eben als Licht gebracht werden, und damit in unser helles, klares Bewusstsein. Damit wir auf der Grundlage dieser selbst erworbenen Erkenntnisse unser Leben neu, bewusst gestalten.

Es werde Licht! - so lautete einmal ein göttlicher Wunsch. Und dazu benötigen wir als Erstes Erkenntnisarbeit, umfassende Informationen über die Hintergründe und Zusammenhänge. Mit jeder Erkenntnis geht uns ein Licht auf! - die deutsche Sprache birgt noch viele solcher Weisheitsschätze. Auf die komme ich noch oft zurück.


Auf der Suche

Einige meiner Texte, die ich in dieser Homepage vorstellen werden, entstanden in einer Zeit, als ich mich besonders intensiv mit der Anthroposophie Rudolf Steiner's befasste. Schon als Bub war für mich klar, dass das nicht alles sein kann, dass der Mensch geboren wird, zur Schule geht, heiratet, eine Familie gründet, sein Berufsleben durchlebt, und dann irgendwann mal stirbt - und das war's dann. Irgendwas, dachte ich, muss unendlich und ewig am Menschen sein. In meiner Familie war jedoch außer mir niemand an solchen Dingen interessiert, mir wurde gesagt, ich sei "völlig aus der Art geschlagen". Ich musste also woanders suchen. Auf dieser Suche gelangte mir eines Tages die "Geheimwissenschaft" von Rudolf Steiner in die Hände. Dort fand ich die Informationen, die ich so lange gesucht hatte. Aus Begeisterung über die Entdeckung der von Rudolf Steiner geschilderten Hintergründe der Menschheitsentwicklung entschloss ich mich, über Volkshochschulkurse Einführungen in Rudolf Steiner's geistige Forschungen durchzuführen. Ich kann nur jedem Suchenden empfehlen, sich mit Rudolf Steiner zu befassen. Und ich bin sicher, dass die eigentlich Blüte der Anthroposophie noch bevorsteht. Rudolf Steiner hatte eine ganz eigene Ausdrucksweise, auch wollte er als Wissenschaftler beweisen, dass die spirituellen Hintergründe unseres Daseins durchaus auch wissenschaftlich erforscht werden können (eben durch die "Geisteswissenschaft"). Dadurch ist keine "populäre" Anthroposophie zustande gekommen, sondern eine wissenschaftliche, für den "normalen" Menschen oft schwer verständliche "Wissenschaft vom Geist".

Wer an einem Einstieg in das Werk Rudolf Steiner's interessiert ist, kann mal bei den "Links" auf dieser Homepage reinschauen.

Wiederholte Erdenleben?

Für Rudolf Steiner waren die Themen Karma und wiederholte Erdenleben besonders wichtig. Das sind sie für mich auch. Daher hoffe ich, mit meinen Ausführungen die Absichten Rudolf Steiners ein wenig unterstützen zu können, der sich sein Leben lang im Sinne der Menschheitsentwicklung abgerackert hat.

Aber nicht nur Rudolf Steiner hat geistig geforscht. Es gibt auch noch andere sehr interessante Quellen, wo ich mich informieren durfte. Gelegentlich werde ich sie erwähnen, bitte aber um Nachsicht, wenn ich nicht ständig Bezug auf sie nehme. Was in der VITASOPHIE zum Ausdruck kommt, ist mein persönlicher Erkenntnisstand, ist eine Darstellung der Zusammenhänge, wie sie mir als suchendem Individuum plausibel sind, wie ich sie verstehen und formulieren kann. Ich muss mit der VITASOPHIE-Homepage auch erst meine Erfahrungen sammeln. Und Perfektion gibt es nicht! Das tröstet mich.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch erwähnen, dass ich keiner Organisation oder Institution oder Ähnlichem angehöre. Alles, was ich in meinen Beiträgen aussage, ist meine ganz persönliche Überzeugung, zu der ich persönlich stehe. Ich bin in dieser Beziehung frei! Freiheit ist was Wunderbares. Freiheit ist die Bestimmung des Menschen. Aber diese Freiheit des Menschen ist zur Zeit immens gefährdet!


Gott hat viele Gesichter

Wie gesagt, bin ich ein Mensch, der sich gerne umfassend, also auch bei anderen Kulturen und Autoren informiert. Denn jede Kultur, jede Religion, befasst sich nur mit ihrem Aspekt des Göttlichen. Gott, die Gottheit, welchen Namen auch immer wir unserem göttlichen Ursprung geben, hat viele Gesichter. Die Gottheit, Gott, hat so viele Gesichter, wie es Menschen gibt!!! Das bedeutet für uns Menschen, dass wir einander, das Göttliche in anderen Menschen, zu achten haben. Soweit die Menschen das Göttliche in sich zulassen und es leben. Dass wir es tun, macht uns zu Menschen. Wenn mir jemand entgegentritt, der offensichtlich Liebe, Achtung und Vertrauen missachtet, muss ich mir die Frage stellen, ob es sich um einen Menschen handelt, oder was das sonst für ein Wesen sein könnte. Eine schwierige Frage. Wenn jemand einen anderen Menschen gering schätzt, schätzt er auch unseren Gott, unseren göttlichen Ursprung gering.

Es gibt auch Menschen, die von sich behaupten, dass sie Atheisten sind. Aber: wenn jemand sich selbst, seine Mitmenschen, die Natur, die Welt achtet und liebt, dann lebt er doch das Göttliche, das er in sich trägt! Offensichtlich kommt es nicht darauf an, wie man sich nennt, sondern wie und was man lebt! Also auf die Praxis.


Wer hat die Wahrheit für sich gebucht?

Gibt es eine für alle Menschen oder Wesen im Kosmos gültige Wahrheit? Ja, die gibt es schon. Aber: jede Wahrheit, jede Erkenntnis, geht durch den persönlichen Filter eines jeden Menschen, jeder Mensch sieht die Wahrheit durch seine persönliche Brille. Es hängt vom Verständnisvermögen und dann noch Ausdrucksvermögen eines Menschen ab, von seiner Intelligenz, Gesundheit, Religionszugehörigkeit, der kulturellen und sozialen Umgebung, dem Grad der bisher erreichten persönlichen Freiheit, der Weite des Bewusstseins, die wiederum abhängig ist von den in den vergangenen Erdenleben gemachten Erfahrungen, und einiges mehr, inwieweit der einzelne Mensch die Wahrheit erkennen, verarbeiten und weitergeben kann. Es sollte also jeder eher Zurückhaltung üben, wenn er meint, die Wahrheit zu "besitzen". Das ist einfach nicht möglich. So hat jeder Mensch seine Wahrheit, die für ihn gilt und die er lebt. Für andere Menschen darf das anders sein. Lernen wir von einander und erweitern wir unseren Horizont!

Genau so wenig ist ein Mensch perfekt. Aus der französischen Sprache stammend bedeutet perfekt "fertig gemacht". Nichts ist jemals fertig, alles ist in ständiger und ewiger Entwicklung und Entfaltung und Veränderung. Das macht ja unser Dasein auch interessant. Wenn es irgendwann mal keine Weiterentwicklung mehr geben würde, käme alles zu einem Stillstand, und Stillstand bedeutet Ende, Tod. Wenn ein wirbelndes, lebendiges Wasser nicht mehr fließen kann, beginnt es zu faulen, zu stinken. Genauso ist es bei lebendigen Lebensmitteln (nach dem Durchgang durch die Mikrowelle sind sie übrigens tot, eine ehemals lebendige Scheibe Käse wird zu einer Scheibe aus Plastik): wenn Lebensmittel - Obst, Gemüse - nicht frisch verzehrt werden, beginnen sie zu verschimmeln, zu verfaulen. Leben hat also mit Fließen, Wirbeln zu tun.


Nix ist fix!

So wie sich die Menschheit verändert und entwickelt, verändert und entwickelt sich auch das Göttliche im ganzen Universum. Nix ist fix! Und nichts ist so beständig wie die Veränderung! Das Leben besteht aus ständigen Veränderungen. Wer aufhört, sich zu verändern, hört auf zu leben. Nur wenn es uns gelingt, die alten Muster aus vergangenen oder auch dem gegenwärtigen Erdenleben aufzulösen und neue Muster zu stricken, können wir uns weiter entwickeln! Ständig Altes los lassen und Neues in uns aufnehmen, verarbeiten, und leben, ist ein nicht endender lebensnotwendiger Prozess.

Wenn es uns nicht gelingt, alte Muster aufzulösen und neue zu stricken, kommt es also zu Stillstand und damit auch zu Krankheiten, weil das Leben nicht mehr fließt.

Das Thema Gesundheit und Krankheit ist mir auch besonders wichtig und wird immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen beleuchtet werden.


Mehr Mut und Lebensfreude!

Ich möchte mit meinen Beiträgen Mut machen, Interesse am Leben wecken, auch darauf hinweisen, wie wichtig Lebensfreude ist! Es gibt eine Statistik, wonach Menschen mit viel Lebensfreude so um die 90 herum alt werden (ob religiös oder atheistisch eingestellt, ist dabei nicht ausschlaggebend). Für einen Menschen ohne Lebensfreude sind 60 Jahre eine obere Grenze.

Was sind die Grundlagen unserer ewigen Existenz? Liebe, Bewusstsein, Schönheit, Fülle, Lebensfreude!!!

Und warum erleben wir das alles allerdings nicht im täglichen Leben? Weil wir uns die Weisheit für das bewusste Erleben dieser Qualitäten erst erarbeiten müssen. Und das ist eben mühsam, schmerzlich, ... Aber die Anstrengungen und das Durchhalten lohnen sich.


Der Mensch - ein Staubkorn im Universum?

Es ist großartig, Mensch zu sein. Gott selbst ist Mensch geworden, weil ihm das so wichtig erschien: in Christus.

Mensch zu sein, ist das Großartigste im ganzen Universum. Allerdings ist das Menschwerden auch das Anstrengendste, und ein riskantes Unternehmen dazu. Aber es ist zu schaffen, wenn sich die Menschen finden und zusammentun, die dieses Ziel anstreben. Dieses Bewusstsein um das anzustrebende Ziel ist das, was man unter Christusbewusstsein versteht.


An den Früchten erkennt man uns

Für mich ist es so, dass eine Theorie oder Lehre nur dann einen Wert hat, wenn sie sich in der Praxis bewährt. Und um diese tägliche Lebenspraxis geht es. So hoffe ich, dass meine Artikel auch dazu beitragen können, dass sich Gleichgesinnte kennen lernen und sich treffen und austauschen, um eine menschengemäße Zukunft zu gestalten.

Viele meiner Ausführungen werden in den verschiedenen Artikeln wiederholt, in anderen Formulierungen und unter anderen Aspekten beleuchtet. Das hat seinen Grund: Es soll der Stabilisierung des Gesamtbildes dienen, auch kann jeder für sich die Plausibilität der Ausführungen prüfen, indem er feststellt, ob diese in den unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder stimmig sind, oder nicht.

Es geht mir also nicht darum, irgend jemanden von meinen Ansichten zu überzeugen, sondern ich biete sie zur Kenntnisnahme an, jeder möge sie - in sich lauschend - mit seinem gesunden Menschenverstand prüfen.


Nicht in Frieden ruhen, sondern schöpferisch tätig sein ist menschlich

Auf manchen Grabsteinen ist zu lesen: "Ruhe in Frieden", oder "...sanft". Selbst auf einem Friedhof kann ich mir dann ein Lächeln nicht verkneifen, denn der Mensch ist nicht zum "Ruhen" geschaffen, sondern zum Schaffen, zum Schöpferisch tätig sein. Für alle Zeiten. Denn aus dem Göttlich-Schöpferischen stammt der Mensch ja ab!! Das Göttlich-Schöpferische ist unser innerstes Wesen und unser Daseinsgrund!! Welch paradoxe Situation, die wir zur Zeit durchmachen!! Nichts reißt den Menschen aus seiner Entwicklung so sehr heraus wie Arbeitslosigkeit. Arbeitslosigkeit ist das schlimmste Problem unserer Zeit. Wenn der Mensch zum Nichtstun "verdammt" ist, geht es mit ihm bergab. Dann fängt er an, zu rasten und zu rosten. Es sei denn, es gelingt ihm, sich aufzuraffen und sich weiter zu bilden, mit dem Vertrauen darauf, dass auch wieder andere Zeiten kommen, und dann muss er bereit sein! Denn - siehe oben - nichts ist so beständig wie die Veränderung!

Wie blüht der Mensch auf, wenn er mit Erfolg Sinnvolles tun darf, seine sinnvolle Aufgabe hat. Sich-müde-schaffen tut ihm besser und ist für ihn körperlich gesünder, als herumhängen. Am Schlimmsten sind hier noch die jungen Menschen dran, die keine Perspektiven, keine Ziele im Leben sehen. Aber, Gott sei Dank, aus dem gegenwärtigen Chaos heraus melden sich immer mehr die Menschen zu Wort, die das erkannt haben und klare und deutliche Worte sprechen, mit dem Inhalt, dass der Mensch der Mittelpunkt aller Bestrebungen ist, und nicht ständig in die Höhe getriebene Dividenden, auf Kosten der sich abrackernden Menschen, und dass jetzt neue menschlich-soziale Lebensgrundlagen organisiert werden müssen. So scheut man sich heute auch nicht davor mehr zurück, Dinge wie z.B. Raubkapitalismus beim Namen zu nennen. Auch dämmert es uns, was der Evangelist Johannes in seiner "Apokalypse" mit den "Heuschrecken" meinte, die unsere Menschheit und Erde zur Zeit - die eine apokalyptische ist - ausplündern. Es kann uns ein Trost sein, dass die Bibel aussagt, dass die Zeit der Heuschrecken eine begrenzte ist, sonst würde ja die Menschheit und die Welt zugrunde gehen.. Wir sind aufgerufen, uns weltweit für neue menschliche, von Liebe und Verständnis und Achtung getragene Zusammen"arbeit" zu entscheiden. Und das ist wirklich zu schaffen, denn das ist ja die Grundlage des Menschseins. Und wenn wir uns bemühen, bekommen wir "von oben" jede erdenkliche Hilfe.

Für mich ist es eine erfreuliche Entwicklung, ja sogar eine ermutigende Wende, wenn sich mehr und mehr Menschen, auch in der Politik, für Menschlich-Soziales einsetzen, gegen heftigen Widerstand. Das können wir in Zeiten der Mutlosigkeit gut gebrauchen.

Worauf wir sehr aufpassen müssen, ist, dass wir keine pauschalen Urteile fällen, sondern sorgfältig darauf achten, welche Personen sich wie verhalten und äußern, und uns die Namen merken. Denn wir befinden uns ja in der Vorbereitungsphase für die nächsten Wahlen. Die Freiheit, auf die wir uns hin entwickeln, kann uns nicht geschenkt werden, sondern wir müssen sie uns erarbeiten, erobern, und das ist mit Mühe und Aufmerksamkeit verbunden.


Alles, was die Menschheit braucht, ist reichlich vorhanden

Dann möchte ich noch erwähnen, dass alle meine Ausführungen im Zusammenhang mit Gesundheit, Schicksal, Karma nur Anregungen sein können, sich mehr und umfassender mit dieser Thematik zu befassen, z.B. wenn jemand persönlich von Krankheit oder Schicksalsschlägen betroffen ist und Heilung sucht. Ich bin kein Arzt oder Therapeut. Bitte fragen Sie also die Fachleute. Ich biete auch nie fertige Rezepte an, ich möchte aber jeden dazu ermutigen, sich auf die Suche nach den Ingredienzien seiner persönlichen, individuellen "Rezeptur" zu begeben. Jeder Mensch muss sich seine eigene Mahlzeit zusammenstellen, die ihm bekommt. Und jeder muss die Suppe, die er sich gekocht hat, auch selber auslöffeln. Achten wir also auf die Zutaten!

Wenn die Speise gut geraten ist, macht es Freude, wenn sie auch anderen schmeckt. Freunde einladen und zusammen feiern ist eine wichtige Form von Lebensfreude.

Hermann Willscheid