VITASOPHIE

Die Eiche


Über die Linde ist bereits in einem VITASOPHIE-Artikel berichtet worden. Die Persönlichkeitsmerkmale der Linde - der süße Duft und Nektar der Lindenblüten, deren Heilkraft bei Erkältungen, die wunderbare Gestalt einer ausgewachsenen Linde, ihr mäßigender und ausgleichender Einfluß auf Gerichtsverhandlungen, die in früheren Zeiten unter ihr durchgeführt wurden, auch wurden früher unter ihr und um sie herum Feste gefeiert - machen sie zu einem weiblichen Baum. Daher wird die Lindenmistel in der Krebstherapie bei eher sanftmütigen, warmherzigen Frauen eingesetzt, bei denen die sanften, wärmenden und stabilisierenden Kräfte der Linde ihre Entsprechung finden.


Die Eiche ist ein "gestandener Mann"

Ein typisch männlicher Baum ist dagegen die Eiche. Was sind ihre ("seine") charakteristischen Persönlichkeitsmerkmale:

Die Eiche behauptet sich und setzt sich durch. Heftige Stürme übersteht sie, während ringsherum die Tannen und Fichten bereits flach liegen. Der Volksmund sagt, dass ein stabiler Mensch "wie eine Eiche steht". Das liegt an ihrem tief reichenden Wurzelwerk. Es heißt, dass die Wurzeln einer Eiche so tief in den Boden reichen, wie ihre Krone in den Himmel. Dadurch verschafft sich die Eiche direkten Zugang zum Grundwasser, was aber auch bewirkt, dass sich Blitze auf der Suche nach Grundwasser ihren Weg manchmal durch eine Eiche suchen, dort also einschlagen ("Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen").


Die sprichwörtliche Vitalität der Eiche

Eichen werden aufgrund ihrer Vitalität uralt. In Erle bei Dorsten steht die "Ravenseiche", deren Alter auf über 1.500 Jahre geschätzt wird. Die Stiel-Eiche trägt auch die lateinische Bezeichnung "Quercus robur". "Robur" bedeutet '"'stark, robust", und deutet auf robuste Männlichkeit hin, daher wird die Eiche auch seit langen Zeiten schon dem Mars zugeordnet. Sieger in Wettkämpfen wurden mit Eichenlaub ausgezeichnet, auch wurde und wird die Eiche oft als Symbol staatlicher Macht benutzt, der NS-Faschismus mißbrauchte sie häufig für seine Embleme.

Allerdings ist die Eiche frostempfindlich, sie bevorzugt die Wärme. Im Norden Europas sieht man sie eher selten, dagegen gibt es im Mittelmeerraum ausgedehnte Korkeichenwälder. Die Korkeiche - Quercus suber - bildet eine bis zu zehn Zentimeter dicke Rinde als Schutz vor Feuer und Verdunstung aus. Aufgrund dieser Eigenschaft - Schutz vor dem Verdunsten - werden aus dem Kork Weinflaschenstopfen hergestellt, damit der kostbare Wein ja nicht verdunstet.

Die Eiche wächst im Vergleich zur Buche relativ langsam. Daher hat sie in Buchenwäldern keine Chance, Nach ein paar Jahren überragen die Buchensprösslinge die Sprösslinge der Eichen, die dann verkümmern. Daher sieht man Eichen auch meistens an Waldrändern, wo sie Platz haben. Oder sie stehen einzeln, als "Naturdenkmal".


Die Eiche ist großzügig

Mit ihren Früchten versorgt die Eiche im Winter die Hirsche, Rehe, Schläfer und Mäuse. Die Eichhörnchen und Eichelhäher verdanken der Eiche ihren Namen. In schlechten Zeiten, wenn echter Kaffee und Getreide Mangelware sind, kann der Mensch aus den gerösteten Eicheln einen Kaffee-Ersatz herstellen, aus den gemahlenen Eicheln kann man sogar Brot backen.

Dank ihrer Vitalität kann die Eiche einen Kahlfraß durch den Eichenwickler überstehen, sie treibt dann über den Sommer zahlreiche Blätter neu aus.


Die Eichenmistel in der Krebstherapie

Oft sieht man an Eichenblättern die so genannten "Galläpfel". Diese sind das Ergebnis der Reaktion der Eiche auf die Maden der Wespe, die ihre Eier in Triebe, Blätter oder auch Blüten der Eiche ablegt. Der Baum bildet um die Made herum eine kugelige Galle. Die Fähigkeit der Eiche, mit dieser Wucherung fertig zu werden, dieses Fremdleben strukturiert zu begrenzen, findet in der anthroposophischen Krebstherapie Verwendung. Die Mistel, die auf der Eiche wächst, und deren Kräfte in sich aufnimmt, kann, pharmazeutisch aufbereitet, zu einer Heilung des Krebsgeschwulstes beitragen: die Eichenmistel hilft, das "Fremdleben im Körper des Menschen (nämlich das Krebsgeschwulst) strukturierend zu begrenzen".

Das Eichenmistelpräparat wird überwiegend bei Männern eingesetzt!


Weitere medizinisch-pharmazeutische Verwendungen der Eiche

Die Eichenrinde hat einen hohen Gehalt an Gerbstoffen. Einen Eindruck, wie diese Gerbstoffe wirken, kann man gewinnen, wenn man eine konzentrierte Abkochung der Eichenrinde herstellt und mit dieser einige Zeit den Mund spült. Man fühlt bald auf den Schleimhäuten ein pelziges, eventuell leicht taubes und deutlich zusammenziehendes Gefühl. Dieser zusammenziehende - adstringierende - Effekt der Gerbstoffe der Eichenrinde ist eine Hilfe bei der Behandlung von Hämorrhoiden (in Form von Zäpfchen) sowie - in Form von Salbe - bei varikösen Symptomenkomplexen und Ekzemen.


Die Natur - unser Partner und Helfer

Was wir als die Natur um uns herum erleben, ist eigentlich die Summe unserer Geschwister im Kosmos. Mensch und Natur gehören zur selben großen kosmischen Familie. Was uns optisch unterscheidet, ist die unterschiedliche Gestalt des Menschen im Vergleich zur Tier- und Pflanzenwelt, auch der Welt der Mineralien, Edelsteine, Metalle. Aufgrund der Verdichtungsvorgänge im Laufe der Evolution haben diese Wesen andere Gestalt angenommen, verfügen jedoch auf höheren Ebenen ebenfalls über eine Seele (Gefühlswelt, Bewußtsein, Weisheit) und ein ICH (Liebe, Schöpferbegabung). Und wie geht die Menschheit - zur Zeit noch - mit unseren kosmischen Geschwistern um? Wir mißbrauchen sie, beuten sie aus. Unsere kosmischen Geschwister, die uns so großzügig jede erdenkliche Hilfe anbieten, nehmen es noch hin, ertragen es noch - in der (durchaus berechtigten) Hoffnung, dass die Menschheit bald diese schlimme Evolutionsepoche überwunden haben wird.


Ausblick

Immer mehr Menschen fangen an, ihr Leben bewußt zu gestalten. Zu dieser bewußten Lebens- und Schicksalsgestaltung gehört, dass man sich zunächst einmal umfassend informiert, darüber, was es bedeutet, Mensch zu sein. Wo stammt der Mensch her, wo liegt unser Ursprung, was ist das Ziel der Menschheitsentwicklung? Was ist das Wesen von Gesundheit und Krankheit (Stichwort "Salutogenese"), usw.

Die VITASOPHIE ist ein Versuch, einige Antworten auf diese Fragen zu geben, soweit das einem einzelnen Menschen beim derzeitigen Entwicklungsstand der Menschheit möglich ist. Wir fangen ja erst an (wenn überhaupt) uns erste Erkenntnisse zu erarbeiten, und stellen fest: wir haben noch unendlich viel dazuzulernen.

Die Darstellungen in der VITASOPHIE bezüglich medizinisch-pharmazeutischer Zusammenhänge sind das Ergebnis meiner persönlichen Studien und Erkenntnisarbeit. Sie sollen lediglich anderen, ebenfalls an diesen Dingen interessierten Menschen als Anregung zu weiterer Erkenntnisarbeit dienen, sie können auf keinen Fall eine Betreuung oder Behandlung durch fachlich ausgebildete Therapeuten (Heilpraktiker, Ärzte, usw.) ersetzen, bzw. die persönliche Verantwortung jedes einzelnen Menschen, der diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzt.


* * * * *


Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.

Christian Morgenstern

* * * * *


Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.

Charles-Louis de Montesquien

* * * * *


Man muß das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise zu Ende.


* * * * *


Unser Gesicht sollte immer ein Landeplatz für den Anflug eines Lächelns sein.

Thomas Romanus

* * * * *

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.

Seneca

* * * * *


Die Wege der Weisheit führen durch die Wüste.

Erfahrung der Beduinen

* * * * *