VITASOPHIE

Edelsteine - Brücke zwischen Kosmos und Mensch


oder: auf allen Ebenen schwingen


Die nachfolgenden Ausführungen sind keine Einführung in die Edelsteinkunde, sondern sind ein Versuch, den Zusammenhang der Edelsteine mit (dem geistigen) Kosmos und Mensch darzustellen. Über die Vielfalt der Edelsteine, ihre Wirkungen und Anwendungen gibt es reichhaltige Literatur.

Das Göttliche ist die Seinsgrundlage im Kosmos. Die vatergöttlichen Gesetzmäßigkeiten (die göttlichen Gedanken) durchziehen und strukturieren den ganzen Kosmos. Der ganze Kosmos, inklusive Erde, Mensch, alles was es gibt, ist der Körper Gottes.

Ob man Gott bei diesem Namen nennt, oder von arithmetischen Gesetzmäßigkeiten spricht, auf jeden Fall äußern sich diese in der Materie durch Strukturen, wie wir sie in Edelsteinen, Schneekristallen, Pflanzenformen übereinstimmend bewundern dürfen: im sechseckigen Bergkristall, die Bienenwabe hat 6 Innenflächen, die Lilienblüten bestehen aus 6 Blütenblättern, die Schneeflocke besteht aus 6 Strahlen.


Harmonie der Schwingungen

Die Struktur und Form der Organe des physischen Leibes des Menschen haben also ihre Grundlage in vatergöttlichen Gesetzmäßigkeiten, die ursprünglich geistiger Art und durch die irdischen Verdichtungsvorgänge sinnlich wahrnehmbar geworden sind, und sich in der Materie aufgrund der Verdichtung auch anders verhalten, einander aber (in Harmonie) entsprechen. Jedes Organ hat seine eigenen spezifischen Schwingungen. Stimmen die Schwingungen in den einzelnen Organen und sind in Harmonie miteinander, ist der Mensch gesund. Durch geistig-seelisches Fehlverhalten des Menschen (im Laufe der Erdenleben) werden die Schwingungen seiner Organe bis ins Physische hinein gestört, verzerrt, die entsprechenden Organe "erkranken". Jeder "geistig-seelische Mißklang" äußert sich in einem "physischen Mißklang", den wir als Krankheit erleben. So entspricht jede Krankheitsform einem genau definierbaren geistig-seelischen Fehlverhalten, diese Erkenntnis ist die Grundlage der Psychosomatik.

Ein erkranktes physisches Organ ist also ein durch die Verdichtungsvorgänge im Irdischen sinnlich wahrnehmbar gewordener geistig-seelischer Mißklang.

Nicht nur der Mensch ist nach vatergöttlichen Gesetzmäßigkeiten strukturiert, sondern auch die ganze Natur. Mit seinem physischen Leib gehört ja der Mensch den Naturreichen an. Demnach müsste man also dieselben Schwingungen, die unsere Organe durchziehen und formen, auch in der Natur finden. Und so ist es auch: die Schwingungen unserer Organe entsprechen den Schwingungen der in den Naturreichen ausgebreiteten Wesen und Dinge: den Pflanzen, Tierorganen, Metallen, Edelsteinen, usw. Schon seit langen Zeiten werden daher aus den Substanzen der Naturreiche Heilmittel für den Menschen gewonnen. Die Substanzen sind dabei nicht der heilende Faktor, sondern die geistigen Schwingungen, die ihnen zugrunde liegen, die sie formen, die ihre Qualität ausmachen. Durch pharmazeutische Prozesse , z.B. Potenzieren, wird diese Qualität von der Substanz getrennt, sie wird dadurch "frei", kann wieder frei schwingen, und gezielt dem kranken Organ zugeführt werden. Das kranke Organ kann so "seinen Durst löschen", sein verzerrtes Bild ordnen.

Die göttlichen, oder kosmischen Schwingungen sind aber nicht nur in irdischen Substanzen zu finden, sondern auch in rein seelisch erlebbaren Erscheinungen: den Farben (des Regenbogens z.B.), Düften, Klängen, Naturerscheinungen. Überall haben wir als Grundlage einer Erscheinung ganz spezifische Schwingungen, die sich auf vielfältige Weise in sehr unterschiedlichen Formen oder Mustern manifestieren. Wenn man weiß, welche Wirkung die Schwingungen in den Farben, Klängen, Düften auf das seelische Empfinden des Menschen haben, und diese mit der Wirkung der aus Substanzen gewonnenen Heilmittel im physischen Bereich verbindet, also eine Übereinstimmung der Schwingungen im Physischen und Seelischen gleichzeitig erreicht, wird die Heilwirkung noch gesteigert.


Das Ich ist Künstler, Kapitän und Architekt

Soll der Mensch aber wirklich heil, d.h. ganz werden, kommt man um das Ich, das Geistig-Göttliche im Menschen nicht herum. Denn letztendlich entscheidet das Durchsetzungsvermögen des Ichs darüber, ob der Mensch auch im Seelischen und Physischen ganz, also gesund sein kann. Seele und Körper sind die Instrumente des Ichs. Das Ich ist der Künstler, der lernen und üben muß, seine Instrumente (Seele, Energien, physischer Körper) zu beherrschen, zu meistern, damit sie in Harmonie klingen. Und sein Wille sollte sein, sich als ein göttliches Instrument (eines von vielen) harmonisch in das große Orchester, das die Menschheit ist, zu integrieren. Aber das erfordert tägliches und unermüdliches Üben, mit den Gelegenheiten dazu sind wir ständig konfrontiert.

Nun aber zum Thema:

Was haben Edelsteine mit dem Menschen gemeinsam?

Die Edelsteine sind die Augen Gottes in der materiellen Erde, heißt es.

Oder, in anderen Worten, lt. Rudolf Steiner: "Die Edelsteine sind die Sinnesorgane der Engelwesen". Was ja im Prinzip das Gleiche ist: da die Engel, wie auch der Mensch, ein Teil der Gottheit sind, sind die Wahrnehmungsorgane der Engel, die Sinnesorgane des Menschen, genauso die Wahrnehmungsorgane der Gottheit in der Materie.

Der physische Leib des Menschen wurde zu dem Zweck geschaffen, dass die Gottheit auch in der Materie präsent sein kann.

Die Schwingungen in den menschlichen Organen entsprechen den Schwingungen entsprechender Edelsteine, beide haben ihren Ursprung in den vatergöttlichen Gesetzmäßigkeiten.

Auf der Suche nach der Beziehung zwischen Edelsteinen und Vatergott kann man ein erstes Aha-Erlebnis haben, wenn man in der Apokalypse des Johannes nachliest, wie er sein Erleben des Vatergottes schildert. Johannes wird ja in die höchsten geistigen Welten "emporgehoben".


Edelsteine und Apokalypse

Er schaut zuerst den Christus, und zwar in einer menschlichen Gestalt. Daraus ergibt sich der enge Zusammenhang des Menschen mit dem Christus, der das Menschenvorbild, eben der Menschensohn ist.

Johannes wird dann in den vatergöttlichen Bereich emporgehoben. Wie schaut er den Vatergott?

"Danach konnte ich schauen:... ein Thron stand im Himmel, und auf dem Throne saß eine Gestalt. Der Thronende glich in seinem Glanz einem Jaspis und einem Karneol. Um den Thron rundete sich ein Regenbogen, der leuchtete wie ein Smaragd. Im Kreise um den Thron standen vierundzwanzig Throne, und darauf saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Gewändern, mit goldenen Kronen auf den Häuptern (s. Anmerkung 1). Aus dem Throne zuckten Blitze, Stimmen tönten, Donner rollten, und sieben flammende Fackeln brannten vor dem Thron. Das sind die sieben göttlichen Schöpfergeister. Und vor dem Thron etwas wie ein gläsernes Meer, als wäre es aus Kristall gebildet."

Er sieht einen Thron, in diesem Thron sieht er leuchtende, strahlende Edelsteine! Keine menschliche Gestalt! Kein menschliches Antlitz. Er sieht in einem Bild, nämlich in der Gestalt von Edelsteinen, die innerste, vatergöttliche Grundlage des Kosmos. Er nimmt Naturerscheinungen wahr: Blitze, Donner. Menschliches erleben wir erst mit dem Christus. Auch die der Gottheit nächsten Hierarchien (Seraphime, Cherubim, usw.) haben keine menschliche Physiognomie, bis auf eine Ausnahme. Johannes schildert sie so:

"Inmitten und im Umkreis des Thrones vier Lebewesen voller Augen vorne und hinten. Das erste Lebewesen glich einem Löwen, das zweite einem jungen Stier, das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte war wie ein fliegender Adler." Von diesen Cherubim hat der Mensch seine Seelenkräfte: vom Adler das Denken, vom Löwen das Fühlen und vom Stier das Wollen. Diese 3 Kräfte, unsere Seelenkräfte, werden vom Ich gesteuert.


Umwandlung der Tierkräfte in Menschenkräfte

Es sind also Tierkräfte, die (aus der Vergangenheit) den Kosmos gestalten. Und es sind dieselben Tierkräfte, die aus dem Tierkreis heraus den Leib des Erdenmenschen gestalten. Deshalb heißt er ja auch so (der Tierkreis). Es ist die Aufgabe des Menschen, die Tierkräfte zu überwinden (der Kampf mit dem Drachen) und auf eine hohe moralische (das ist die menschliche) Stufe umzuwandeln. Dadurch geschieht auch für den Kosmos etwas völlig Neues. Er wird von einer instinktiven, von Naturkräften beherrschten Stufe auf eine bewusste, auf Liebe, Freiheit und Weisheit gegründete Menschenstufe gehoben. Die vatergöttlichen, sich immer wiederholenden Gesetzmäßigkeiten der Vergangenheit werden auf eine Stufe gehoben, wo aus Freiheit und Liebe neue Welten geschaffen werden. So entwickelt sich der Mensch zum Mitgestalter, zum Mitschöpfer! Auf dem Weg dahin muss der Mensch aber vorher Freiheit, Liebefähigkeit und Verantwortungsbewusstsein entwickeln (zur Erinnerung: Freiheit und Verantwortungsbewusstsein sind Zwillingsschwestern).

Hier haben wir es auch mit dem Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament zu tun:

Altes Testament: ... die vatergöttlichen, sich immer wiederholenden Gesetzmäßigkeiten der Vergangenheit ...

Neues Testament: ... werden auf eine Stufe gehoben, wo aus Freiheit und Liebe neue Welten geschaffen werden.


Die 12 Edelsteine als Fundament des Neuen Jerusalem

In der Apokalypse des Johannes werden 12 Edelsteine genannt, die das Fundament des "Neuen Jerusalems" sind. Das Neue Jerusalem ist die zukünftige Entwicklungsstufe der Menschheit (das Shamballah, nach dem sich die fernöstliche Überlieferung sehnt), lt. Anthroposophie der zukünftige "Jupiter" (zur Erinnerung die Reihenfolge der Entwicklungsstufen unseres Planeten: Saturn -> Sonne -> Mond -> Erde -> Jupiter -> Venus -> Vulkan). Auf dieser nächsten Entwicklungs- oder Evolutionsstufe der Erde gibt es keine dichte Materie mehr, der Mensch wird seine göttlichen Kräfte immer weiter entwickelt haben, ... und diese kommen in den Qualitäten der Edelsteine zum Ausdruck.

Johannes nennt folgende 12 Edelsteine:

1.) Jaspis, 2.) Saphir, 3.) Chalzedon, 4.) Smaragd, 5.) Sardonyx, 6.) Carneol,
7.) Chrysolith, 8.) Beryll, 9.) Topas, 10.) Chrysopras, 11.) Hyazinth, 12.) Amethyst.


Laut der Apokalypse des Johannes strukturieren 12 göttliche Kräfte den Kosmos.

Über den Tierkreis strukturieren diese 12 Gotteskräfte auch die physische Gestalt des Menschen:

Löwe: Herz; Inneres, sich Abschließendes Krebs: Brustkorb; Abgeschlossenheit gegenüber Außenwelt
Widder: Hauptregion; Aufrechtheit Stier: Kehlkopf, Sprachorgan
Zwillinge: Schulter, Arme, Hände; das Symmetrische Jungfrau: Verdauungsorgane; Inneres in leiblicher Beziehung
Waage: die Hüften Skorpion: Fortpflanzungsorgane
Schütze: Oberschenkel; Oberarme Steinbock: Knie; Armgelenke
Wassermann: Unterschenkel; Unterarme Fische: Füße; Hände

Der Aufbau der Struktur des physischen Leibes des Menschen geschieht während der Embryonalentwicklung.

Es ergeben sich darüber hinaus noch weitere Zusammenhänge: nicht nur werden die 12 Funktionsbereiche im menschlichen Leib sondern auch 12 Seeleneigenschaften und 12 Ich-Kräfte oder -aspekte durch den 12-gliedrigen Tierkreis gestaltet. In jedem Erdenleben lebt der Mensch einen der 12 Aspekte schwerpunktmäßig (als Fisch, Wassermann, Löwe, Jungfrau .....). Daraus ergibt es sich, logischerweise, dass wir viele Erdenleben brauchen, um uns alle 12 geistig-seelische Eigenschaften zu erwerben, und zwar so, dass sie uns zu "guten Gewohnheiten", d.h. zu einer stabilen, soliden Existenzgrundlage werden.

Das sollen allerdings "bewusst gelebte" Gewohnheiten sein. Instinktive Gewohnheiten auf der Tierstufe sollten so schnell wie möglich der Vergangenheit angehören!


Zurück zu den Edelsteinen, die in diesem Kapitel unser Thema sind:

Die Signaturen der Edelsteine

Die individuellen Eigenschaften der Steine erkennt man auch durch ihre Signaturen. Je nach Farbe, Lichtspiel, Form und Konsistenz ergeben sich unterschiedliche Indikationen. Durchscheinende Steine mit ausgeprägtem Licht- und Farbenspiel dienen vor allem zur Therapie der Nerven-Sinnes-Organe und zur Anregung der Geistestätigkeit, opake Steine dagegen eher zur Behandlung körperlicher Leiden. Rote Steine wie Jaspis oder Rubin erwärmen, blaue Steine wie Topas oder Saphir vergeistigen und kühlen.

Die Edelsteine sind also die Augen der geistigen Welt, durch die Edelsteine kann die geistige Welt in der Welt der Materie präsent sein. Deshalb hat man früher bei religiösen Kulten Räume mit Edelsteinen ausgeschmückt, die Priester trugen Edelsteine an ihrem Körper: um göttliche Gegenwart zu bewirken, später, im Laufe der Dekadenz, um damit Macht und besondere Fähigkeiten zumindest zu demonstrieren.

Aber nicht nur göttliche Gegenwart wird durch Edelsteine bewirkt, so hat auch jeder Stein seine charakteristischen Kräfte, die z.B. auf pharmazeutischem Wege zu Heilmitteln verarbeitet werden, wobei die unterschiedlichen Steine sich jeweils auf bestimmte Organe gezielt heilend auswirken. Andere Anwendungsmöglichkeiten sind: das Tragen als Schmuck; Auflegen auf bestimmte Körperpartien, bzw. diese mit dem jeweiligen Stein reiben; Auflegen auf die entsprechenden Chakra-Zonen; Kombinieren mit anderen Therapieformen, z.B. Bach-Blüten oder Metallen. Oft kommen in der Natur Edelsteine in Nachbarschaft mit bestimmten Metallen vor, was auf Gemeinsamkeiten oder Verbindungen hinweist (z.B. Topas mit dem Lebermetall Zinn; daher die Therapieidee von Topas bei Leberleiden und leberbedingten Störungen des Temperaments).

Die Potenzierung von Edelsteinen setzt ihr geistiges Potential frei und ermöglicht somit eine tiefgreifendere Heilwirkung als mit anderen Therapiemethoden.


Der Mensch unterwegs im Kosmos

Wenn wir Menschen nach dem Tode als Geist-Seele im Kosmos unterwegs sind, brauchen wir dort ja auch Wahrnehmungsorgane:

... einen Gesichtssinn, um all die anderen Wesen schauen zu können, die mit uns im Kosmos unterwegs sind;

... einen Hörsinn, um sie hören zu können, ebenso die Sphärenmusik = der Klang aller Dinge und eines jeden Wesens. Alle Dinge und Wesen sind Klang, entstanden aus dem Klang des Schöpferwortes.

... Tastsinn, Lebenssinn, Bewegungssinn, Gleichgewichtssinn, usw., siehe Anmerkung 2.

Die Sinne des physischen Leibes entsprechen also genau den Sinnen, die wir als geistig-seelische Wesen im Kosmos draußen haben, nur sind sie eben den besonderen Bedingungen der materiellen Welt angepasst. Und diese Kräfte können wir an den Edelsteinen erleben.

Zwei praktische Beispiele:

Der Chrysolith (Synonyme: Olivin oder Peridot) ist die im Erdenbereich verdichtete Kraft, die uns im Kosmos das Schauen der Wesen ermöglicht. Pharmazeutisch zubereitet, wird der Chrysolith bei Augenproblemen eingesetzt (aus dem Weleda Arzneimittelverzeichnis: ""Unterstützende Behandlung bei zentraler Makuladegeneration und degenerativen Veränderungen der Netzhaut; Überanstrengung der Augen, nervöse und konstitutionelle Lichtüberempfindlichkeit").

Ähnlich beim Onyx: dank seiner Kräfte können wir im Kosmos alle akustischen Vorgänge wahrnehmen. Auf der Erde, im Physischen "schärft der Onyx den Gehörsinn und heilt Erkrankungen des Innenohrs, ... hilft bei Sehschwäche", usw.

Durch den pharmazeutischen Potenzierungsvorgang ( D 1 bis D ...), der ein Entdichtungsvorgang ist, nähert sich das Edelsteinwesen seinem kosmischen Ursprung. Je höher die Potenz, um so mehr kann der Edelstein seine ursprünglichen kosmischen Kräfte entfalten. In den mittleren Potenzen erreicht es die Seele, in den ganz hohen Potenzen sogar das Ich.

Zusammenfassend nun eine Auflistung der Edelsteine im Verhältnis zum Menschen auf einem Notizblatt von Rudolf Steiner:

Sardonyx Haupt Carneol (Karneol) Hals, Gefühl
Topas Arme; Geschmack Chalcedon Brust
Jaspis Herz; Geruch Smaragd Bauch
Beryll Nieren (Verstand) Amethyst Zeugungsglieder
Hyazinth Hüften Chrysopras Knie
Krystall Schenkel Saphir Füße
Onyx Gehör Chrysolith Gesicht
Karfunkel Vorstellungsvermögen

Von Rudolf Steiner in Vorträgen erwähnte Edelsteine im Verhältnis zum Menschen:

Diamant Ansatz physischer Leib Chrysolith Sehen
Onyx Hören Jaspis Riechen
Karneol Tastsinn Topas Geschmackssinn
Beryll Ausbildung des Verstandes Rubin höheres Gehirnorgan, Intuitionsorgan
Karfunkel bildliches Vorstellungsvermögen, Luzifer Opal Lunge
Smaragd Sonnengeflecht (unbewusste Bewegungen im Leib) Saphir Füße

Es gibt auch Auflistungen der Beziehungen der Edelsteine zu den Tierkreiszeichen. Diese sind jedoch je nach den verschiedenen Autoren sehr unterschiedlich, ich möchte deshalb auf eine Wiedergabe verzichten. Die unterschiedlichen Bezeichnungen kann man damit begründen, dass einige Autoren sich auf Farbqualitäten beziehen, andere auf Minerale, die auf chemischer Grundlage bestimmt sind. Ein weiterer Grund ist sicher, dass der Mensch sich ja ständig geistig-seelisch-körperlich verändert, im Laufe der Evolution, und besonders jetzt, zu Beginn des dritten Jahrtausends.

Ein rasanter Bewusstseinswandel findet zur Zeit statt. Karmabereinigung läuft zur Zeit in dreifacher Geschwindigkeit ab. Ein Beispiel dafür sind die zum Teil heftigen Krankheits (und Gesundungs-) abläufe, die sich häufen. Auch unser Planet ist in Veränderung, neue Energien sind entstanden und werden entdeckt werden.

Wichtig zu wissen:
alle überstandenen Krankheits- und Gesundungsabläufe führen zu einer Stärkung des Immunsystems des Menschen.


Edelsteine und Chakras

Das Ich des Menschen entfaltet seine 12 Geisteskräfte über die 12 empfangenden (weiblichen) und die 12 ausstrahlenden (männlichen) Chakras in seine Körperlichkeit. So kann eine Verbindung stattfinden zwischen Ich und physischem Leib. Diese Verbindung wird durch die Kräfte der Edelsteine unterstützt.

Jedes Chakra ist zweiteilig:

- der aktive (männliche, = vom Ich gesteuerte) Teil bewegt sich in Richtung Uhrzeigersinn;
- der empfangende (weibliche, seelische) Teil gegen den Uhrzeigersinn.

Die vom Ich gesteuerte, also aktive / ausstrahlende Hälfte der Chakras wurde erst mit dem Golgatha-Ereignis aktiv, als Christus sich mit seiner Menschheit vereinte. Damit zog auch sein Ich in die Menschheit ein, das jetzt das höhere Ich jedes einzelnen Menschen ist. Je mehr der Mensch den Christus in sich zulässt und ihn lebt (mit den Augen des Schöpfers in die Welt schaut), um so aktiver werden die Chakras.

Die Entfaltung der aktiven Chakras bewirkt durch ihre Ausstrahlung seelische und damit körperliche Heilung, ist aber eben abhängig davon, inwieweit sich der Christus im Menschen entfalten kann.

Schönheit und Harmonie sind Heilfaktoren

Die heilenden Kräfte in der Natur sind nicht alleine ausschlaggebend für eine erfolgreiche Therapie. Alleine schon der interesse- und liebevolle Umgang mit den schönen Dingen im Leben wirkt heilend auf den Menschen. Das Betrachten eines schönen Edelsteines weckt in unserer Seele Erinnerungen und Sehnsucht nach Harmonie, Schönheit und Liebe, die ja die Basis unseres Daseins und Ursprungs sind.

Hildegard von Bingen und die Edelsteine

Hildegard von Bingen sah den Menschen ständig umlauert und beeinflusst durch die bösen Geister und sprach den Edelsteinen eine schutzmagische Wirkung zu: "Der Teufel scheut und hasst und verschmäht die Edelsteine". Das ist einleuchtend, denn sie enthalten ja vatergöttliche schöpferische Kräfte. Wenn Hildegard von Bingen mit dem Teufel Ahriman meint, erst recht, denn er hat für Schönheit keinen Sinn, nur für Technik und Präzision. Schönheit ist Luzifer's Spezialität, er/sie ist ja sowieso "der/die Schönste". Zwischen beiden hat der Mensch für Harmonie, Balance, Ausgleich, für die "goldene Mitte" zu sorgen.

Und das ist eben die ganz große Aufgabe für die Menschheit in der Zukunft: Harmonie im Kosmos herzustellen. Aber: vorher müssen wir lernen, in uns selbst, dann zwischen uns Menschen, und dann dieses auf der ganzen Welt auf die Reihe zu kriegen!! Da haben wir noch viel zu tun!!

Aus welchen Substanzen sind die Edelsteine entstanden? Alle Kristallbildung (übrigens: der Begriff Kristall ist entstanden aus "Christ im All") ist aus einer weichen, gallertartigen Grundmasse hervorgegangen, in fernen Zeiten, als es noch nichts Festes auf der Erde gab. Durch (die ahrimanischen) Verdichtungsvorgänge entwich das Leben aus dem sich verfestigenden Gestein und hinterließ seine Spuren in der Vielgestaltigkeit der Kristalle und der sie umschließenden Gesteine.


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*) Anmerkung 1: die 24 Ältesten repräsentieren die jeweils 12 alten Kräfte der Vergangenheit und die neuen 12 Kräfte, die die Grundlage des Kosmos in der Zukunft sein werden.

*) Anmerkung 2: Gemäß der Anthroposophie verfügt der Mensch über 12 Sinne. Diese sind:

Vier untere, auf Wahrnehmung der eigenen Leiblichkeit gerichtete Sinne:
Tastsinn,
Lebenssinn,
Bewegungssinn,
Gleichgewichtssinn.

Vier mittlere, auf das Wahrnehmen der Natur gerichtete Sinne:
Geruchssinn,
Geschmackssinn,
Gesichtssinn,
Wärmesinn.

Vier obere, auf Wahrnehmen der Geistwelt gerichtete Sinne:
Gehörsinn,
Sprachsinn,
Gedankensinn,
Ich-Sinn.


Zuordnung zu den Tierkreisbildern:

Ich-Sinn: Widder, Geruchs-Sinn: Waage,
Denk-Sinn: Stier, Tast-Sinn: Skorpion,
Sprach-Sinn: Zwillinge, Bewegungs-Sinn: Schütze,
Hör-Sinn: Krebs, Gleichgewichts-Sinn: Steinbock,
Seh-Sinn: Löwe, Lebens-Sinn: Wassermann,
Geschmacks-Sinn: Jungfrau, Wärme-Sinn: Fische.


Exkurs:

Die zwölf Sinne des Menschen und der Gesamtsinn

Unsere Sinne sind die Tore, durch welche wir Kunde von der Außenwelt erhalten. Unsere seelischen Erlebnisse werden durch die Sinne vermittelt. Unsere Sinnesorganisation wird so zur Brücke zwischen dem natürlichen und dem geistigen Kosmos.

Rudolf Steiner hat auf den "vollständigen Parallelismus" zwischen den zwölf Sinnen und den zwölf Tierkreiszeichen hingewiesen.

Zentral in ihrer Mitte als dreizehnter steht der Gesamtsinn. Aristoteles lokalisiert den Gesamtsinn im Herzen, dem "gemeinschaftlichen Sinnesorgan aller Sinnesorgane", von dem die "Bewegung", das wesenhafte Prinzip aller Sinne, ausgeht. Dem entspricht die geisteswissenschaftliche Zuordnung des Ätherherzens zum Gesamtsinn, so daß man jenes die "innermenschliche Sonne" nennen darf, ebenso wie die die zwölf Geistesstrahlen aussendende geistige Sonne, das "Weltenherz".

In der indischen Philosophie hat der Manas genannte Gesamtsinn ebenfalls im Herzen seinen Wirkungsort. Im Menschen - und nur in diesem, dem Manas-Wesen (manuschya) - ist es von zweifacher, nämlich sinnlich-übersinnlicher Art: als Kamas-Manas ins Sinnliche gerichtet, nach den zwölf Sinnesbezirken differenziert, die Sinnesorgane aufbauend und mit Empfindung durchseelend (der Astralleib der abendländischen Geisteswissenschaft), zum andern als reines Manas (das "Geistselbst") Quell der übersinnlichen Denkbewegung, der geistigen Denkkraft, die sich auch zwölffach differenziert und dadurch fähig ist, den Zusammenhang mit der zwölffachen kosmischen Weisheit herzustellen und an ihr teilzunehmen. Der Strom der gemeinschaftlichen Geistesquelle, des Gesamtsinnes, fließt je zwölffältig in das Empfinden und Denken und erscheint jeweils als Dreizehntes.

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Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will
Michel de Montaigne


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Erkenntnis wächst nur unter Druck.
Prof. Dr. Flick

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Fasst die Flügel des Vogels in Gold und er wird sich nie wieder in die Lüfte schwingen.
Rabindranath Tagore

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Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem Sie die hundertprozentige Verantwortung für Ihr Tun übernehmen.
Dante Alighieri

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Wer der Überlegung seines Herzens folgt, schläft ohne Unruhe, und wer seine Zunge hütet, schläft ohne Feind.
Konfuzius

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Stille Unterordnung unter Willkür schwächt,
stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt.
Jean Paul

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Es wechselt Pein und Lust. Genieße, wenn du kannst, und leide, wenn du musst.
Johann Wolfgang v. Goethe

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Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde.
Woody Allen

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Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.
Friedrich Nietzsche

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Ein Licht, das von innen her leuchtet, kann niemand löschen.
Aus Kuba

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